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Rieder Retail
Foto: Marco Stepniak

Rieder Retail

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Karoline Jankowski

In der Scherlebecker Ried wird Kathrin Königs „Mein Königreich“ zur kleinen Wunderkammer für Fundstücke, Geschichten und Vintage-Charme.

Die Scherlebecker Ried ist längst kein Geheimtipp mehr. Macht gar nichts: Der zauberhaft urlaubigen Atmosphäre tut das keinen Abbruch. Zwischen Bauernhöfen, Pferdeweiden und Hofcafés wird aus Alltagsstress zuverlässig Sonntagskuchen-Vibe. Viele kennen hier längst Bauern, Hofkatzen und Lieblingsbiskuit beim Vornamen.

Kathrin Königs Laden entdeckt man trotzdem eher zufällig: Gartentor auf, unsichtbarer Kleiderschrank an. Willkommen in „Mein Königreich“, einem kleinen Vintage-Narnia im Erdgeschoss eines alten Bauernhauses von 1864.

Kein Schaufensterdruck, keine Innenstadt-Routine, sondern eine Wunderkammer mit Öffnungszeiten: Postkarten, Seifen, Schals, Kerzen, Windlichter, Deko, kleine Geschenke, Fundstücke und Möbel, denen Kathrin mit einer „kleinen Umarmung“ ein zweites Leben gibt. Sie verkauft nichts, was sie nicht selbst mag. Kein Deko-Mainstream von der Stange, sondern Dinge mit Charme, Ecken und Vorgeschichte.

Die Ried erinnert Kathrin an ihre Heimat Brandenburg: grün, offen, viel Natur. Manche Gäste sehen darin Toskana im Bauernhausformat: Tonobjekte vor der Tür, wilde Blumen, Espresso-Charme. Nur ohne Zypressen, aber irgendwas ist ja immer.

Drinnen geht es nicht nur um schöne Dinge, sondern um das, was an ihnen hängt: Erinnerungen, Räume, Ideen. Und weil auch die Menschen Geschichten mitbringen, wird aus einem Ladenbesuch schnell mehr als Einkauf. Man verquatscht sich, bleibt ein Stündchen und merkt erst draußen wieder, dass man nur kurz gucken wollte.

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