Zwischen New York und Berlin: Mit Halina feiert der Waltroper Traberzüchter Laurenz Meßmann den nächsten großen Erfolg und festigt seinen Platz in Deutschlands Züchter-Elite.
Waltrop / New York. Hätte Laurenz Meßmann am Sonntagnachmittag seinen Blutdruck gemessen, wäre der Traberzüchter wahrscheinlich besorgt gewesen. Auf der Rennbahn in Berlin-Mariendorf saß der 47-jährige Waltroper auf heißen Kohlen. Er wartete nämlich auf den Spitzenfahrer Robin Bakker. Der Niederländer sollte im hochdotierten „Breeders Crown“-Rennen die dreijährige Stute Halina aus der Zucht des Landwirtes steuern. Robin Bakker hatte zuvor bereits ein wichtiges Engagement an der Spree verpasst.
Was war geschehen? Der prominente Pferdelenker saß tags zuvor noch auf dem Yonkers Raceway in New York im Sulky hinter dem deutschen Hengst Gio Cash. Am Sonntag sollte sein Flieger laut Plan um 11:55 Uhr in Berlin landen. Bei einer Zwischenlandung hing der gebuchte Fahrer allerdings zwei Stunden lang in Paris fest und kam verspätet in Mariendorf an. Für das Rennen mit besagter Halina reichte es zeitlich noch. Der Pferde-Globetrotter vollstreckte seinen Auftrag wie erwartet: Die kleine drahtige Stute siegte sicher und verbesserte ihren Rekord gleich um anderthalb Sekunden.
Mit dem neuerlichen Erfolg festigt Laurenz Meßmann seinen guten Ruf in der deutschen Züchterszene. Noch vor Traditionsgestüten wie Lasbek (Günther Herz) rangiert der Pferdemann aus Waltrop auf Platz 5 der Championatsliste. Hier zählt die Gewinnsumme jener Pferde, die auf dem Veiinghof das Licht des Stalles erblickt haben. Inzwischen macht der heimische Züchter auch international auf sich aufmerksam. Der fünfjährige Klaus von Herten aus seiner Zucht siegte in Schweden und lieferte in Frankreich ordentliche Leistungen ab.