Zum Inhalt springen
Ackern für alle
Foto: Marco Stepniak

Ackern für alle

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Angelika Herstell

Auf dem Hof Wessels kommt Gemüse direkt vom Feld in die Kiste – solidarisch, biologisch und nah an den Menschen.

Tomaten, Salat, Kräuter: Oft landen sie im Einkaufswagen, ohne dass man weiß, wer sie wo angebaut hat, wie sie gewachsen sind und was gerade Saison hat. Auf dem Hof Wessels in Herten ist das anders. Hier rückt das Gemüse wieder näher an die Menschen, die es essen.

Seit 2017 entwickelt der Hof seine solidarische, biologisch wirtschaftende Landwirtschaft weiter. Die Pflanzen werden aus samenfestem Bio-Saatgut selbst vorgezogen, mit Herz, Hand und hofeigenem Kompost gepflegt und am richtigen Tag geerntet.

„Der Begriff Solidarität wird hier mit Leben gefüllt“, sagt Vincent Geradi. Er gehört zum Gärtnerteam und verbringt seine Zeit am liebsten auf dem Feld. „Mit unserer Tätigkeit verkörpern wir den Urtyp von Arbeit und nutzen dabei die puren Gegebenheiten vor Ort und arbeiten ohne Zusatzstoffe. Das bringt gesunde, nährstoffhaltige Pflanzen zum Verzehr.“
Wer eine Erntekiste abonniert, bekommt jeden Freitag Gemüse, Kräuter, etwas Obst oder hofeigene Produkte direkt vom Feld und gewinnt selbst ein Stück Unabhängigkeit, weil nicht mehr nur wenige große Anbieter bestimmen, was auf den Teller kommt. Bei Ackerführungen können Interessierte erleben, wie das funktioniert.

Betrieben wird der Hof Wessels von der Hertener Bürgerstiftung als Ort ökologischer und sozialer Bildung; unterstützt wird er seit mehr als zehn Jahren auch von der Sparkasse Vest und ihrer Stiftung, die bereits viele Projekte auf dem Hof möglich gemacht haben.
Wer möchte, bestellt eine Erntekiste – einzeln oder im Abo. Darin liegt auch, was man im Supermarkt nicht findet, etwa Spargelsalat oder russischer Krauskohl.

Artikel teilen:

Mehr aus Ihrem Vest: