Griechenland in Herten

Ein Dank an die Stadt

Ein Dank an die Stadt Ihre gemeinsame Heimat ist Herten. Kennengelernt haben sich Efstathios Polonidis (63) und Panagiota Papadimitriou (56) allerdings sozusagen nebenan: „Bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen“, erzählen der Anästhesist und die staatlich geprüfte Übersetzerin. Efstathios Polonidis ist bereits als kleiner Junge nach Herten gezogen. „Der Anfang war schwer“, weiß er noch. Aber: „Als die Sprachbarriere überwunden war, ist die Stadt schnell zum Zuhause geworden.“ Dennoch, etwas fehlte der inzwischen gewachsenen griechischen Gemeinde: „Ein Ort für die religiösen Feste und die Spiritualität aus der griechischen Heimat!“ Von Anfang an gehörte Efstathios Polonidis zu Planungsteam und Bauausschuss für die Griechisch-Orthodoxe Kirche in Herten. Baubeginn war 2002, sechs Jahre später Kirchenweihe. Im Chorraum der Kirche gibt es etwas ganz Besonderes zu entdecken: Unter der Mutter Gottes mit dem Jesuskind reihen sich die Zeche Ewald, das Hertener Rathaus und andere Hertener Gebäude – Zeichen der Verbundenheit mit der neuen Heimat: „Der Sakralbau holt nicht nur ein Stück Griechenland hierher“, erklärt Efstathios Polonidis „die Kirche ist ein Dankeschön an die Stadt für ihre Gastfreundschaft.“

Text: Dr. Ramona Vauseweh • Fotos: Marco Stepniak