Bulgarien in Herten

Auf den Feldern Hertens

Acht Bulgaren wirken auf dem Heine Hof als Saisonarbeiter. Ihr Landsmann Toni Gjorgjievski, inzwischen ein Fest-Angestellter, wird von seinem Chef Christoph Heine als „Mädchen für alles“ geschätzt. Der 55-Jährige ist im landwirtschaftlichen Traditionsbetrieb als Vorarbeiter, Koordinator, Qualitätskontrolleur und Dolmetscher für seine Landsleute unentbehrlich geworden. Christoph Heine erklärt: „Geeignete polnische Erntehelfer sind rar geworden.“ Deshalb habe er über eine Agentur – die managt ein Kollege aus Niedersachsen – seinen Mitarbeiterstamm mit bulgarischen Kräften ergänzt. Der 30-Jährige Obstbaumeister ist begeistert: „Unsere Bulgaren erlebe ich als disziplinierte, ruhige Menschen mit einem freundlichen Gemüt. Es macht sie stolz, wenn sie beim Spargel gute Qualität ernten.“ Einziger Makel des Vorarbeiters und Fußballfans sei: „Tonis Herz schlägt für FC Bayern. Und das in Scherlebeck!“

Text: Michael Polubinski • Fotos: Markus Mucha