Wohltätig statt Weltreise

Mit leichtem Gespäck

Gonda Rose: 86 Jahre alt, pensionierte Gymnasial-Lehrerin, alleinstehend und vermögend. Schon seit 30 Jahren engagiert sie sich für die Gemeindearbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Herten-Disteln, insbesondere die Frauenarbeit und das Tierwohl in Herten. Seit 2008 unterstützt die Seniorin die Stiftung Ernten und Säen mit einer Zustiftung. „Ich habe eigentlich für eine Weltreise gespart und als ich das Geld zusammen hatte, sind mir die Mitreisenden ausgegangen“, so die Rentnerin. Zustiftungen erhöhen das Grundstockvermögen einer Stiftung, sie fließen entweder in das Grundkapital oder in einen Stiftungsfonds. Auf jeden Fall dienen Zustiftungen der langfristigen Aufgabe der Stiftung: Das Stiftungsvermögen wird vermehrt, damit steigen die jährlichen Erträge, die der konkreten Arbeit zugutekommen. Die damals 75-Jährige gründete die Zustiftung Gonda-Rose-Stiftung für die Evangelische Kirchengemeinde Herten- Disteln und unterstützt damit insbesondere die Frauenarbeit in Herten. „Diese Art der Unterstützung möchte ich auch nach meinem Tod in guten Händen wissen“, so die 86-jährige Rentnerin.

Um auch nach ihrem Tod noch Gutes tun zu können, hat sie sich beim Generationenmanagement der Sparkasse Vest beraten lassen. Geld, materieller Besitz, Immobilien – das alles regelt nach ihrem Ableben die Sparkasse Vest für sie, denn Gonda Rose hat die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Vest als ihren Erben eingesetzt. Zu ihrem 80. Geburtstag entschloss sich Gonda Rose ihre Vermögensverhältnisse zusammen mit ihrem langjährigen Bankberater Hans-Georg Ratajczak vor ihrem Ab­leben zu klären. Zu diesem Zweck hat Hans-Georg Ratajczak seinen Kollegen Dr. Michael Stephan Kornau, einen Spezialisten für das sogenannte Ge­nerationenmanagement, mit ins Boot geholt. „Wir bieten unseren Kunden eine vollständige Finanzplanung an. Diese geht individuell auf die Kundensituation und die daraus sich ergebende finan­ziellen Bedürfnissen ein. Dabei kommen wir auch auf das Themenfeld der Vollmachten und letztwilligen Verfügungen zu sprechen. Der Kunde erhält wertvolle Impulse zu den Themen Stiftungen und Testamentsvollstreckung“, so Experte Dr. Michael Stephan Kornau. Zu diesem Thema hat die Sparkasse Vest Gonda Rose beraten. Neben ihrem Kapitalvermögen besitzt sie ebenfalls materielle Güter, die es zu veräußern gilt. „Da ich keine Kinder oder näheren Verwandten habe, möchte ich, dass nach meinem Tod mein Haus und mein Auto verkauft werden. Das Geld aus dem Verkauf soll an die Stiftergemeinschaft der Sparkasse gehen“, so die 86-Jährige. Die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Vest wird in ihrem Fall als Erbe eingesetzt. Die Vermögenswerte von Gonda Rosa gehen als Zustiftung in die Stiftergemeinschaft ein. Mit den Erträgen aus den Kapitalanlagen sollen „auf ewig“ die Jugendarbeit, besonders finanziell bedürftige Schülerinnen und Schüler am Gymnasium von ihr finanziell unterstützt und Zuwendungen an die „Stiftung Ernten und Säen“ gehen. Durch die Beratung und den Testaments­beschluss kann sich Gonda Rose schon heute zurücklehnen.

Text: Sandrine Seth, Fotos: Markus Mucha