Keiner lebt für sich allein

Hermann-Schäfers-Stiftung

Reibekuchen mit Apfelkompott ist wohl das Leibgericht aus der Kindheit und passt perfekt zur kalten Jahreszeit. Mit der Band Quasi 40 und Reibekuchenmasse aus 190 Kilogramm Kartoffeln wurde Anfang Oktober der Knollenabend zum geselligen Abend ganz nach dem Motto „Niemand lebt für sich allein“. „Allein aus dem Verzehr der Reibekuchen und Getränke konnten wir rund 1.250 Euro für die Stiftung einnehmen“, sagt Annegret Spiekermann, Pressesprecherin des Caritasverbands Herten. Die 155 Euro aus dem Gitarrenkoffer der Band konnten über die Online-Spenden-Aktion der Darlehns­kasse Münster sogar noch verdoppelt werden. Hermann Schäfers, Namens­geber der Stiftung, war der erste Geschäftsführer der Hertener Caritas. Seine Begegnungen mit älteren Menschen, die unter Einsamkeit litten oder mit Obdachlosen waren stets geprägt von seinem Leitgedanken: „Wenn keiner zuständig ist, dann bin ich zuständig.“ Nach dem Tod Hermann Schäfers 1990 gründete der Caritasverband 2004 unter seinem Namen eine Förderstiftung, das karitative Projekte in Herten unterstützt. Eines von insgesamt 26 Projekten ist der FörderSCOUT des Hertener Familienbüros, bei dem junge Familien in besonderen Lebenssituationen von dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule Unterstützung bekommen. „Mit der Förderung sozialer Projekte handeln wir im Sinne des Stiftungs­vaters“, so Annegret Spiekermann. Schöner Nebeneffekt: Ebenfalls Stiftungssinn ist, Menschen zusammenzubringen – so wie auf dem Knollenabend.

Text: Katharina Bischoff, Fotos: Markus Mucha

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