Bürgerpreisträger der Stadt Herten 2016

Bürgerpreisträger der Stadt Herten 2016

Engagierte Hertener werden von der Stadt für ihre ehrenamtliche Tätigkeiten und ihre Initiative alljährlich mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet. Auch im vergangenen Jahr 2016 bewiesen viele Bürger durch ihre zahlreichen Aktivitäten, dass ihnen Herten und die hier lebenden Menschen nicht gleichgültig sind. Sechs von ihnen werden in verschiedenen Kategorien am Donnerstag, 4. Mai, im Schloss Herten mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet. Die Preisträger 2016 sind:

Kategorie Kultur

Peter Kitzol-Kohn wohnt nicht nur in Scherlebeck, er lebt den Stadtteil wie kaum ein anderer.2007 rief er den Arbeitskreis „Scherlebecker Geschichten“ ins Leben, mit dessen Mitgliedern er die Geschichte des Ortsteils erforscht und veröffentlicht. In geführten Rundgängen und Veranstaltungen teilt er sein Wissen und begeistert alle Interessierten gleichermaßen mit Fakten und Anekdoten. Außerdem engagiert er sich unter anderem im Geschichtskries „Schlägel & Eisen“, der Initiative Gertrudenpark, im KirchenvorstandSt. Martinus, im Ausschuss „Demokratie erleben“ des Kreises Recklinghausen und ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Kategorie Soziales

Die Eheleute Rudolf und Doris Conzen engagieren sich seit fast 40 Jahren in der Betreuung von Senioren in der Pfarrgemeinde St. Antonius, Patronat St. Joseph in Herten-Süd. Ob beim gemeinsamen Kaffeetrinken, Reisen und Tagesausflügen oder anderen Aktivitäten, die sie organisieren – das Wohl anderer liegt ihnen am Herzen. Außerdem organisieren sie Wohltätigkeitsessen, deren Erlös einer caritativen Einrichtung gespendet wird und haben trotz ihres fortgeschrittenen Alters immer ein offenes Ohr für alle.

Kategorie Sport

Der Vorsitzende der Leichtathletik Spielvereinigung Herten Helmut Gronau ist seit vielen Jahren im Jugend- und Seniorenbereich des Vereins tätig. Er organisierte unter anderem die Deutsche Crossmeisterschaft 2016 in Herten und zog so die bundesweite Aufmerksamkeit auf seine Heimatstadt. Dies gelang ihm außerdem bereits zuvor durch den Gewinn zahlreicher Titel - als aktiver Sportler und Trainer.

Kategorie Umwelt/Umweltschutz

Nicht nur die Harten kommen in den Garten: Im Gemeinschaftsgarten des Kreativzentrums ART.62 auf der Ewaldstraße in Herten-Süd packen alle mit an. Über 30 Mitglieder, Anwohner und Fans des ART.62 haben im vergangenen Spätsommer gebuddelt, gepflanzt und geharkt, um ihren Traum vom „Urban Gardening“ im Hinterhof zu verwirklichen. Im Gemeinschaftsgarten werden Obst und Gemüse angebaut, auf Sitzgruppen entspannt und es finden Workshops des Kreativzentrums für Rhythmus und Bewegung im Vest statt.

Kategorie Zivilcourage/ Eintreten für Toleranz und Integration sowie gegen Rechtsextremismus

Bereits seit den 90er Jahren engagiert sich Ruth Dirks ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit. Dabei verteilt sie Möbel und Hausrat und unterstützt die Geflüchteten bei der Einrichtung ihrer Wohnungen. Aber auch Deutschunterricht und Hausaufgabenbetreuung bietet die Lehrerin an, um Klein und Groß den Neuanfang in Herten zu erleichtern.

Kategorie Sonderpreis der Jury für das Lebenswerk

Seit ihrem neunten Lebensjahr ist Birgitt Ilk Mitglied des Turnvereins TuS Herten. Und auch heute, fast 50 Jahre später, ist sie ihrem Verein treu. Mit 18 machte sie die Ausbildung zur Übungsleiterin, leitete schnell eine Leistungs- und eine Kinder-Turngruppe. 14 Jahre war sie Erste, heute ist sie zweite Vorsitzende und im Stadtjugendausschuss und StadtSportVerband aktiv. Was aber noch viel wichtiger ist: Sie gibt den Generation um Generation die Freude am Sport weiter und gestaltet die Zukunft des Vereins maßgeblich mit.

Text: Lena Heimers

Fotos: Markus Mucha