Liebe Behinderung ist kein Hindernis

Liebe und Behinderung

Tobias Lehmkuhl wartet kurz, bis sich die gläserne Schiebetür am Haupteingang öffnet. Dann schiebt er Kirsten Czipura in ihrem Rollstuhl auf dem Flur im Erdgeschoss der Hertener Wohnstätte der AWO vorwärts. Durch eine Tür nach links, dann stehen sie vor Kirstens Zimmer. Die 33-Jährige freut sich, ihren Partner zu sehen.Der 42-Jährige kommt drei Mal die Woche nach der Arbeit in die Wohnstätte, auch jedes zweite Wochenende ist er bei Kirsten. Kennengelernt haben sich die beiden schon 2001, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie. Seit 2010 sind die beiden ein Paar. Tobias sitzt auf einem Stuhl neben Kirsten, nimmt zärtlich ihre Hand. Für die Beiden ist klar: Sie gehören zusammen und führen eine normale Beziehung. „Wir sind Menschen wie andere auch. Ich kenne auch viele andere Paare unter Behinderten“, sagt Tobias.

Beziehungen sind extrem wichtig

Was für die Beiden so selbstverständlich ist, ist für andere Menschen oft schwer nachzuvollziehen. „Viele nehmen solche Beziehungen nicht ganz ernst, dabei sind sie gerade für Menschen mit Behinderung extrem wichtig“, sagt Heike Linke, Einrichtungsleiterin der Hertener Wohnstätte. Gerade den Eltern müsse sie diese Bedeutung oft erklären. Doch auch die Verschiedenheit der Behinderungen macht eine solche Beziehung oft nicht leicht. „Viele Menschen mit einer kognitiven Behinderungen sind in ihrer Empathiefähigkeit deutlich eingeschränkt, haben es schwer, sich in den Anderen hineinzuversetzen oder wissen nicht, wie einfühlsam sie sein müssen, wenn sie sich berühren“, erklärt Linke. Gerade der erste Schritt zu einer Partnerschaft sei für viele schwierig.

Tobias Lehmkuhl wartet kurz, bis sich die gläserne Schiebetür am Haupteingang öffnet. Dann schiebt er Kirsten Czipura in ihrem Rollstuhl auf dem Flur im Erdgeschoss der Hertener Wohnstätte der AWO vorwärts. Durch eine Tür nach links, dann stehen sie vor Kirstens Zimmer. Die 33-Jährige freut sich, ihren Partner zu sehen.
Der 42-Jährige kommt drei Mal die Woche nach der Arbeit in die Wohnstätte, auch jedes zweite Wochenende ist er bei Kirsten. Kennengelernt haben sich die beiden schon 2001, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie. Seit 2010 sind die beiden ein Paar. Tobias sitzt auf einem Stuhl neben Kirsten, nimmt zärtlich ihre Hand. Für die Beiden ist klar: Sie gehören zusammen und führen eine normale Beziehung. „Wir sind Menschen wie andere auch. Ich kenne auch viele andere Paare unter Behinderten“, sagt Tobias.
Beziehungen sind
extrem wichtig
Was für die Beiden so selbstverständlich ist, ist für andere Menschen oft schwer nachzuvollziehen. „Viele nehmen solche Beziehungen nicht ganz ernst, dabei sind sie gerade für Menschen mit Behinderung extrem wichtig“, sagt Heike Linke, Einrichtungsleiterin der Hertener Wohnstätte. Gerade den Eltern müsse sie diese Bedeutung oft erklären. Doch auch die Verschiedenheit der Behinderungen macht eine solche Beziehung oft nicht leicht. „Viele Menschen mit einer kognitiven Behinderungen sind in ihrer Empathiefähigkeit deutlich eingeschränkt, haben es schwer, sich in den Anderen hineinzuversetzen oder wissen nicht, wie einfühlsam sie sein müssen, wenn sie sich berühren“, erklärt Linke. Gerade der erste Schritt zu einer Partnerschaft sei für viele schwierig. Tobias Lehmkuhl wartet kurz, bis sich die gläserne Schiebetür am Haupteingang öffnet. Dann schiebt er Kirsten Czipura in ihrem Rollstuhl auf dem Flur im Erdgeschoss der Hertener Wohnstätte der AWO vorwärts. Durch eine Tür nach links, dann stehen sie vor Kirstens Zimmer. Die 33-Jährige freut sich, ihren Partner zu sehen.
Der 42-Jährige kommt drei Mal die Woche nach der Arbeit in die Wohnstätte, auch jedes zweite Wochenende ist er bei Kirsten. Kennengelernt haben sich die beiden schon 2001, in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie. Seit 2010 sind die beiden ein Paar. Tobias sitzt auf einem Stuhl neben Kirsten, nimmt zärtlich ihre Hand. Für die Beiden ist klar: Sie gehören zusammen und führen eine normale Beziehung. „Wir sind Menschen wie andere auch. Ich kenne auch viele andere Paare unter Behinderten“, sagt Tobias.
Beziehungen sind
extrem wichtig
Was für die Beiden so selbstverständlich ist, ist für andere Menschen oft schwer nachzuvollziehen. „Viele nehmen solche Beziehungen nicht ganz ernst, dabei sind sie gerade für Menschen mit Behinderung extrem wichtig“, sagt Heike Linke, Einrichtungsleiterin der Hertener Wohnstätte. Gerade den Eltern müsse sie diese Bedeutung oft erklären. Doch auch die Verschiedenheit der Behinderungen macht eine solche Beziehung oft nicht leicht. „Viele Menschen mit einer kognitiven Behinderungen sind in ihrer Empathiefähigkeit deutlich eingeschränkt, haben es schwer, sich in den Anderen hineinzuversetzen oder wissen nicht, wie einfühlsam sie sein müssen, wenn sie sich berühren“, erklärt Linke. Gerade der erste Schritt zu einer Partnerschaft sei für viele schwierig.

Die meisten Menschen mit Behinderung werden im Alltag von Betreuern begleitet. Treffen in Zweisamkeit sind da fast unmöglich.Die 36-Jährige ist auch als Sexualberaterin in der Wohnstätte tätig. Sie kennt die Bewohner ganz genau, beobachtet ihr Verhalten und merkt, wenn sie partnerschaftliche oder sexuelle Wünsche haben. Einige seien sozial-emotional wie ein Kind geblieben, aber hätten die körperlichen Bedürfnisse eines Erwachsenen. Dann versucht sie im diskreten Gespräch weiterzuhelfen, manchmal unterstützt die Paare eine Sexualbegleiterin. Auch wenn eine Beziehung zwischen Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung nicht immer einfach ist, hat sie etwas Besonderes, sagt Linke: „Ich finde toll, dass es dabei nicht um Geld oder Statussymbole geht, sondern viel mehr um das Miteinander.“

Ihr Traum: Richtig zu heiraten

Kirsten und Tobias versuchen, sich so oft wie möglich zu sehen. Sie machen gerne Ausflüge, fahren nach Recklinghausen oder Herten. „Vor allem in die Pizzeria“, sagt Kirsten und lacht. Seit August tragen beide einen Ring am Finger: In Cuxhaven haben sie symbolisch geheiratet, verlobt waren sie davor schon länger. Noch einmal richtig zu heiraten und in eine eigene Wohnung ziehen, das ist der Traum des Paares, auch wenn sie wissen, dass die bürokratischen und alltäglichen Hürden nicht leicht zu nehmen sind. Momentan genießen die beiden sichtlich jeden Moment zusammen und zögern keine Sekunde, ihre Liebe zu bestätigen. „Ich mag Kirstens fröhliche Art, dass sie so lustig ist“, sagt Tobias. Kirsten antwortet mit einem lauten, sympathischen Lachen. Ein kurzes Schweigen. Dann sagt sie ein Wort: „Gefühle.“
Lisa Mathofer

Die meisten Menschen mit Behinderung werden im Alltag von Betreuern begleitet. Treffen in Zweisamkeit sind da fast unmöglich.
Die 36-Jährige ist auch als Sexualberaterin in der Wohnstätte tätig. Sie kennt die Bewohner ganz genau, beobachtet ihr Verhalten und merkt, wenn sie partnerschaftliche oder sexuelle Wünsche haben. Einige seien sozial-
emotional wie ein Kind geblieben, aber hätten die körperlichen Bedürfnisse eines Erwachsenen. Dann versucht sie im diskreten Gespräch weiterzuhelfen, manchmal unterstützt die Paare eine Sexualbegleiterin. Auch wenn eine Beziehung zwischen Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung nicht immer einfach ist, hat sie etwas Besonderes, sagt Linke: „Ich finde toll, dass es dabei nicht um Geld oder Statussymbole geht, sondern viel mehr um das Miteinander.“
Ihr Traum: Richtig zu heiraten
Kirsten und Tobias versuchen, sich so oft wie möglich zu sehen. Sie machen gerne Ausflüge, fahren nach Recklinghausen oder Herten. „Vor allem in die Pizzeria“, sagt Kirsten und lacht. Seit August tragen beide einen Ring am Finger: In Cuxhaven haben sie symbolisch geheiratet, verlobt waren sie davor schon länger. Noch einmal richtig zu heiraten und in eine eigene Wohnung ziehen, das ist der Traum des Paares, auch wenn sie wissen, dass die bürokratischen und alltäglichen Hürden nicht leicht zu nehmen sind. Momentan genießen die beiden sichtlich jeden Moment zusammen und zögern keine Sekunde, ihre Liebe zu bestätigen. „Ich mag Kirstens fröhliche Art, dass sie so lustig ist“, sagt Tobias. Kirsten antwortet mit einem lauten, sympathischen Lachen. Ein kurzes Schweigen. Dann sagt sie ein Wort: „Gefühle.“
Lisa MathoferDie meisten Menschen mit Behinderung werden im Alltag von Betreuern begleitet. Treffen in Zweisamkeit sind da fast unmöglich.
Die 36-Jährige ist auch als Sexualberaterin in der Wohnstätte tätig. Sie kennt die Bewohner ganz genau, beobachtet ihr Verhalten und merkt, wenn sie partnerschaftliche oder sexuelle Wünsche haben. Einige seien sozial-
emotional wie ein Kind geblieben, aber hätten die körperlichen Bedürfnisse eines Erwachsenen. Dann versucht sie im diskreten Gespräch weiterzuhelfen, manchmal unterstützt die Paare eine Sexualbegleiterin. Auch wenn eine Beziehung zwischen Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung nicht immer einfach ist, hat sie etwas Besonderes, sagt Linke: „Ich finde toll, dass es dabei nicht um Geld oder Statussymbole geht, sondern viel mehr um das Miteinander.“
Ihr Traum: Richtig zu heiraten
Kirsten und Tobias versuchen, sich so oft wie möglich zu sehen. Sie machen gerne Ausflüge, fahren nach Recklinghausen oder Herten. „Vor allem in die Pizzeria“, sagt Kirsten und lacht. Seit August tragen beide einen Ring am Finger: In Cuxhaven haben sie symbolisch geheiratet, verlobt waren sie davor schon länger. Noch einmal richtig zu heiraten und in eine eigene Wohnung ziehen, das ist der Traum des Paares, auch wenn sie wissen, dass die bürokratischen und alltäglichen Hürden nicht leicht zu nehmen sind. Momentan genießen die beiden sichtlich jeden Moment zusammen und zögern keine Sekunde, ihre Liebe zu bestätigen. „Ich mag Kirstens fröhliche Art, dass sie so lustig ist“, sagt Tobias. Kirsten antwortet mit einem lauten, sympathischen Lachen. Ein kurzes Schweigen. Dann sagt sie ein Wort: „Gefühle.“
Lisa Mathofer

Info

AWO Wohnstätte Herten
Heike Linke
Kaiserstraße 128 – 130 · 45699 Herten
Tel. 02366 8876991
h.linke@remove-this.awo-msl-re.de

Die Wohnstätte Herten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ermöglicht es, Menschen mit geistiger Behinderung, körperlichen und komplexen Behinderungen ein selbständiges und unabhängiges Leben zu führen.