Sichere Gasversorgung

Hertener Stadtwerke gibt Tipps

h Es ist die Horror-Vorstellung eines jeden Hausbewohners: Plötzlich riecht es nach Gas und keiner weiß, woher der Geruch kommt. Jetzt gilt es, schnell zu handeln. Die erste gute Nachricht ist: der Notruf Gas der Hertener Stadtwerke ist jeden Tag rund um die Uhr erreichbar. Die zweite gute Nachricht lautet: Mit einer umfassenden Planung und der richtigen Installation einer Gasanlage lassen sich die meisten Sicherheitsrisiken schon im Vorfeld vermeiden. „Das Wichtigste ist, dass Hausbesitzer Einbau und Inbetriebnahme einer Gasanlage einschließlich der erforderlichen Dokumentation nur von einem konzessionierten Installateur durchführen lassen,“ sagt Ludger Triffterer, Bereichsleiter und Ansprechpartner rund um das Thema Gasnetz bei den Hertener Stadtwerken. Denn nur ein Fachmann könne Einbau und Installation der Anlage korrekt durchführen. Das sei schon die halbe Miete, wenn es um eine sichere Gas-Versorgung gehe.

Mit regelmäßiger Inspektion und Wartung auf der sicheren Seite
Die andere Hälfte bildet die Einhaltung der Verkehrssicherungspflichten zu Kontrolle und Wartung einer Gasanlage. „Als Hauseigentümer muss man genau drei Dinge einhalten: eine jährliche Hausbegehung, bei der der Hauseigentümer oder ein Installateur den Ist-Zustand der Gasanlage in Augenschein nimmt – die sogenannte Hausschau, eine jährliche Wartung der Gasgeräte (oder gemäß Herstellerangabe), bei der die Gas­geräte gereinigt und optimal ein­gestellt werden, sowie alle 12 Jahre eine Gebrauchsfähigkeitsprüfung der Leitungsanlagen durch ein kon­zessioniertes Installationsunternehmen einschließlich der Dokumentation,“ erklärt Ludger Triffterer. Bei der Hausschau geht es darum, sicherzustellen, dass die Gasanlage und ihre Leitungen durch nichts behindert werden und dass die Hauptabsperrung am Hausanschluss jederzeit direkt erreichbar ist. „Das bedeutet, zu schauen, dass keine Gegenstände, wie beispielsweise Fahrräder, vor der Anlage stehen, dass keine Bügel oder Sonstiges an den Leitungen hängen. Auch das gehört zu den Risiken, die sich ganz einfach vermeiden lassen,“ so der Fachmann. Die Hausschau darf der Hauseigentümer allein durchführen, muss diese aber dokumentieren. „Gerade bei älteren Gas-Leitungsanlagen sind die Stahlrohrleitungen noch mit Gewinden verbunden. Die können über die Jahre undicht werden, sodass unkontrolliert Gas entweichen könnte. Durch die Gebrauchsfähigkeitsprüfung können eventuelle Leckstellen gefunden und behoben werden,“ so Ludger Triffterer. Gleiches gilt für die Erneuerung einer Gasanlage. Auch hier muss sich der Hauseigentümer von einem konzes­sionierten Fachunternehmen beraten und die neue Gasanlage von diesem ein­bauen sowie in Betrieb nehmen lassen. Und wenn es doch einmal nach Gas riecht? Ludger Triffterer empfiehlt: „Sofort die Notruf-Hotline der Hertener Stadtwerke oder die Leitstelle der Feuerwehr anrufen. Das ist immer noch die beste Maßnahme, wenn man einen Geruch nicht zuordnen kann.“ Erreichbar ist der Notruf Gas unter 02366 307-112.

Text: Dr. Felicitas Bon; Foto: Christian Kuck