Test Jetzt geht‘s up!

Hildegard Lochthowe hat den VW e-up getestet

Als Hildegard Lochthowe mit dem VW e-up an ihrem Wohnhaus in Herten-Scherlebeck vorgefahren ist, haben ihre Nachbarn ganz schön gestaunt. „Läuft der schon? Mach ihn doch mal an“, waren die Reaktionen auf den kaum hörbaren Wagen. „Der e-up ist so leise, das ist wirklich angenehm“, erzählt die 68-Jährige nach ihrem Testwochenende.Auf 110 Kilometern hat die Rentnerin den Elektrowagen auf die Probe gestellt. Nach einer kurzen Einweisung im Autohaus Schürmann testete Hildegard Lochthowe den VW erstmal auf der A43. „Die Beschleunigung ist irre“, sagt die Hertenerin und lacht. Ab 135 km/h merke man aber doch die Grenzen des kleinen Wagens.

Mit ihrem eigenen Mittelklassewagen legt Lochthowe überwiegend Kurzstrecken zurück: Zum Einkaufen, für Freizeitfahrten. „Dann fahren mein Mann und ich mit unserem Hund ins Grüne und gehen spazieren“, sagt sie. Der VW e-up sei für solche Strecken ideal – ein Stadtwagen eben. Für die Testfahrt ging es für Hildegard Lochthowe zum Friedhof nach Dorsten und zum Einkaufen nach Marl. Der Bordcomputer hat der Hertenerin bei diesen Fahrten gut geholfen. „Der ist toll – übersichtlich und gut zu bedienen“, berichtet sie. Auch das Einparken sei kein Problem gewesen. „Der e-up ist sehr wendig und die Parkhilfe piepst ja eh an allen Ecken und Enden“, sagt Lochthowe. Neben den beiden Ladekabeln war im Wagen genügend Platz für den Einkauf, einen Wasserkasten - und die beiden Enkel. „Die haben gleich die Sitzheizung ausprobiert. Das ist sehr angenehm, frisst aber direkt mehr Strom“, sagt Lochthowe.

Stadtwerke planen Ladesäulen-Bau

Erneut aufladen musste die Hertenerin den VW e-up an dem Wochenende nicht. „Ich bin bis Montag gut ausgekommen. Aber auf den letzten Kilometern war ich mir schon unsicher, wie weit ich fahren kann, ohne liegen zu bleiben.“ Auch die Ladezeit von rund sechs Stunden über eine haushaltsübliche Steckdose sei verbesserungswürdig. „In einem Mehrfamilienhaus wie unserem müsste ich ja den Allgemeinstrom nutzen. Außerdem hätte ich Bedenken, das ladende Auto über Nacht auf der Straße stehen zu lassen“, sagt Lochthowe. Da sei eine geschlossene Garage mit eigenem Stromanschluss sinnvoller. Im Auto­haus Schürmann wurde ihr Testwagen in nur zwei Stunden geladen – mit einem speziellen Schnellladegerät.

Die Rentnerin ist sich sicher: „Der VW e-up ist ein schönes Stadtauto, für meinen früheren Arbeitsweg, zum Einkaufen oder Kinder abholen wäre es super gewesen. Wenn ich jetzt ein Auto bräuchte, würde ich mir den VW up auf jeden Fall kaufen – allerdings eher als Benziner“. Die Sorge, dass der Elektrowagen liegenbleibt, weil die nächste Strom­quelle unerreichbar ist, dürfte sich in Zukunft jedoch erledigt haben. Die Hertener Stadtwerke planen in diesem Jahr die Einrichtung von Ladesäulen im Stadtgebiet – dann könnte Hildegard Lochthowe mit umweltfreundlicher Energie ins Grüne fahren.

Text: Lisa Mathofer • Fotos: Marco Stepniak

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