Fundament für Trianel Windpark Borkum II steht

Ab Frühjahr 2019 werden 32 Windkraftanlagen errichtet

Das Fundament für den Trianel Windpark Borkum II mit Beteiligung der Hertener Stadtwerke ist fertiggestellt. Damit wurde die erste Bauetappe für den Offshore-Windpark in der Nordsee erfolgreich abgeschlossen. Seit Sommer 2018 wurden die 32 Gründungsstrukturen aus jeweils einem sogenannten Monopile und Transition Piece im Baufeld, rund 45 Kilometer vor der Nordseeinsel Borkum, installiert. Ab Frühjahr 2019 werden 32 Windkraftanlagen darauf errichtet und der Windpark mit einer Gesamtleistung von 200 MW in die Höhe gebaut.

"Unser Engagement in der Offshore-Windenergie nimmt immer mehr Gestalt an. Das Fundament steht und die Bauarbeiten sind im Zeitplan. Kommendes Jahr werden die Windkraftanlagen errichtet und wir werden den Windpark in Betrieb nehmen", kommentiert Thorsten Rattmann, Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke, den erreichten Baufortschritt.

Bis zum Herbst 2019 sollen die Windkraftanlagen vom Anlagenhersteller Senvion installiert und der Trianel Windpark Borkum II in Betrieb genommen werden. Basishafen für die kommenden Bauphasen ist Eemshaven im Nordosten der Niederlande. Die ersten der insgesamt 64 Turmsegmente und 96 Rotorblätter für die Windkraftanlagen wurden bereits dorthin verschifft. In den kommenden Monaten werden die weiteren Bauteile sowie die 32 Gondeln mit vormontierter Rotornabe folgen. Die ersten Gondeln wurden im Bremerhavener Werk bereits montiert und sollen kommendes Jahr zum Basishafen transportiert werden.

Stadtwerke sind mit 2 Megawatt beteiligt

Ende Juni 2018 hatten die Bauarbeiten für den Trianel Windpark Borkum II mit dem ersten Rammschlag begonnen. Halbzeit erreichte die erste Bauphase Anfang September mit dem Setzen der 16. Gründungsstruktur im nordöstlichen Areal des Windparks. Zeitgleich begann die Verlegung der Innerparkverkabelung bei der ersten Hälfte der Anlagenstandorte. Seit Sommer 2018 sind mehr als 200 Offshore-Experten auf diversen Spezialschiffen im Baufeld vor Borkum beschäftigt. Derzeit verlegen Spezialschiffe die Innerparkkabel und schließen die Gründungsstrukturen an die parkinterne Umspannplattform an.

Neben großen Kranschiffen wie die Stanislav Yudin, Oleg Strashnov sowie Seven Borealis für die Installation der Monopiles und Transition Pieces kamen speziell ausgerüstete Schiffe wie die Seaway Aimery und Moxie für die Verlegung sowie Inbetriebnahmearbeiten der Innerparkverkabelung zum Einsatz. Für die Installation der Windkraftanlagen wird die Vole au Vent (wörtlich "fliegt im Wind", benannt nach der französischen Blätterteig-Spezialität Vol-Au-Vent), ein 140 Meter langes Errichterschiff mit Hubbeinen, eingesetzt.

Die Hertener Stadtwerke sind über ihre Schwester, der Hertener Energiehandelsgesellschaft, mit einem Anteil von 1 Prozent und 2 MW am Trianel Windpark Borkum II (TWB II) beteiligt. Gemeinsam mit weiteren 16 regionalen Energieversorgern aus Deutschland sowie der Stadtwerke-Kooperation Trianel investieren sie mit dem Offshore-Windpark in den Ausbau der erneuere Energien.

Weitere Gesellschafter sind die EWE AG aus Oldenburg sowie ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich mit der schweizerischen Fontavis. Die Gesamtinvestition für den Windpark in der Nordsee beläuft sich auf rund 800 Millionen Euro. Mit einer prognostizierten jährlichen Stromproduktion von 800 GWh kann der Trianel Windpark Borkum II rechnerisch rund 200.000 Haushalte ganzjährig mit umweltfreundlicher Energie versorgen.

Info

Hertener Stadtwerke

www.hertener-stadtwerke.de