Die Zukunft ist schon da

Breitband in der Comenius-Siedlung

Erst konnte ich mir das nicht vorstellen, dass das wirklich alles klappen sollte“, schmunzelt Marcel Riegermann. Aber es klappt. Täglich. Und ohne Probleme. Der Breitbandausbau in Herten schreitet voran – in der Comenius-Siedlung sind bereits die ersten der 22 im Bau befindlichen Wohnhäuser fertig und ans Glasfasernetz angeschlossen. Internet, Telefon, Fernsehen – „alles cool! Und schnell“, findet auch Tochter Leni (4). Noch ist die Kurze zu klein, um rigoros auf einen reibungslosen Internetanschluss zu pochen, aber die Zeiten, in denen sie ebenso wie die Eltern für Mobiltelefon, Festnetz, Fernseher, Computer und Sicherheitstechnik Zugang zum weltweiten Netz wünscht, kommen schneller als gedacht. Ihr Vater sagt: „In unserem alten Zuhause hatten wir eine 16.000er Leitung eines Mobilfunkanbieters. Der Fernseh­empfang lief über Satellit, und Internet- Streaming war da zwar möglich, aber ziemlich ‚holprig’“, so Riegermann. Der 32-Jährige ist Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung, nutzt im Büro das Internet beruflich, nicht aber im HomeOffice zu Hause. „Bislang wäre das ja auch kaum gegangen.“ Seit Mitte Dezember wohnen Marcel Riegermann, seine Frau Ann-Kristin und Tochter Leni in der Comenius- Siedlung. „Das Angebot, den Glasfaser­anschluss direkt dazu zu nehmen, kam uns sehr gelegen. Jetzt funktionieren alle internetbasierten Angebote, ohne Probleme und extrem schnell.“ Der passende Router kam von der Gelsen- Net, dem Kooperationspartner der Hertener Stadtwerke. Die Glasfaser- Technologie bietet nicht nur eine schnelle Leitung für Handy, Laptop und Co. Sie schafft auch ideale Voraussetzungen für internetbasierte „Smart Home“-Elemente wie per App steuerbare Rollläden und Lampen – eine Option für Marcel Riegermann und seine Familie? „Ja, wenngleich ich mir nicht vorstellen kann, meinen Kühlschrank per App zu befüllen, finden wir die Sicherheitsaspekte eines SmartHomes interessant und werden uns darum kümmern.“ Für ihn und seine Frau ist klar: „Das ist die Zukunft.“ Und sie beginnt jetzt. „Beim Verlegen der Versorgungsleitungen haben wir in der Comenius-Siedlung direkt einen Mikro-Rohr­verbund für die Glasfaser- Leitungen mitverlegt“, erklärt Stefan Burkert, bei den Stadtwerken stellvertretender Leiter der Abteilung Telekommunikationstechnik. Durch diese Rohre werden die Glasfaserkabel dann ganz einfach per Druckluft in die Häuser eingeblasen.

Derzeit steht so für die Comenius- Siedlung eine Internet- Kapazität von 2,5 Gigabit zur Verfügung. Klaus Däumichen, Abteilungsleiter Kommunikationstechnik der Hertener Stadtwerke, ergänzt: „Während einer Neubauphase lassen sich die Leitungen gut und sicher tiefer verlegen, und wir können alle neuen Haushalte mit schnellst­möglichen Up- und Down- streaming-Möglichkeiten versorgen.“ Früher — also bei Anschlüssen mit alten Kupferkabeln – wären für Familie Riegermann Bandbreiten von so vielen Mbit undenkbar gewesen. „Wir haben uns jetzt erstmal für eine 50.000er Leitung entschieden, können das aber später bei Bedarf noch aufstocken.“ Ein 50.000er Anschluss eignet sich für Vielsurfer und Personen, die zum Beispiel hochauflösendes IPTV auf zwei Fernsehern empfangen möchten. Die Bandbreite reicht für parallele HDTV-Streams und ermöglicht auch eine normale Internetnutzung ohne größere Geschwindigkeitseinbußen. „So kann unsere Tochter auf dem Tablet etwas schauen, während wir Emails verschicken, der Fernseher läuft und gleichzeitig vielleicht noch Rollläden-Motoren über das Netzwerk programmiert werden – das ist faszinierend“, so Riegermann.

Text: Mareike Graepel • Fotos: André Chrost

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Hertener Stadtwerke
Klaus Däumichen
Abteilungsleiter Kommunikationstechnik
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