Politik Fred Toplak gewinnt die Stichwahl

Parteiloser Kandidat mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt

Sensation bei der Bürgermeisterwahl in Herten: Der parteilose Bewerber Fred Toplak geht mit  66,24 % der Stimmen als klarer Gewinner aus der Stichwahl hervor. Alexander Letzel, Kandidat der SPD, landet mit  33,76 % der Stimmen abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

Fred Toplak gelang es, in nahezu allen Wahlbezirken eine sehr klare Mehrheit der Stimmen zu erzielen - und  das offenbar völlig unabhängig von den bisher bekannten parteipolitischen Prägungen der Bezirke: So erzielte Toplak im Bezirk Rathaus, einem bei den Kommunalwahlen üblicherweise eher konservativ geprägten Bezirk, über 62 Prozent. Im Wahlbezirk Glückauf-Werkstatt Bertlich, bislang traditionell eine SPD-Hochburg, holte der Parteilose sogar über 70 Prozent der Stimmen. Im  Briefwahlbezirk Rathaus gingen über 80 Prozent der Stimmen an Fred Toplak.

Alexander Letzel gelang sein bestes Ergebnis im Wahlbezirk "Kindergarten Sternschnuppe", den er als einzigen von 35 Stimmbezirken mit 54,83 % für sich entscheiden konnte. Die Wahlbeteiligung in dem zentral gelegenen Westerholter Bezirk war mit nur 18,09 % allerdings stark unterdurchschnittlich. Der 29-jährige SPD-Kandidat gratulierte seinem parteilosen Kontrahenten Fred Toplak schon vor Auszählung der letzten Wahlbezirke vorzeitig zum Wahlsieg.

Die Wahlbeteiligung war mit gut 38 % leicht niedriger als beim ersten Wahlgang vor 14 Tagen, sie liegt aber dennoch deutlich höher als typischerweise bei Stichwahlgängen, in denen es ausschließlich um die Besetzung des Bürgermeisteramtes geht. "Das ist natürlich weniger, als wir uns als Demokraten wünschen - aber dennoch keine schlechte Beteiligung für einen Stichwahlgang bei einer Bürgermeisterwahl", kommentierte Wahlleiter Volker Lindner, Erster Beigeordneter.

Fotos: André Chrost
Text: Stefan Prott

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