HERTEN WIRD ÄLTER Schnelle Reha ist das A und O

25 Jahre Geriatrische Abteilung am Gertrudis-Hospital

Das Gertrudis-Hospital gehört zu den ­ersten geriatrischen Krankenhäusern im Kreis Recklinghausen. 25 Jahre besteht diese Abteilung, die 1990 gegründet und seit 2013 von Chefärztin Dr. Anette Borchert geleitet wird. Seit der Gründung hat sich viel ver­ändert. Ein wichtiger Schritt war um 2010 die Verzahnung von Akutgeriatrie und Frührehabili­ta­tion.

Dr. Anette Borchert: „Es ist wissenschaftlich belegt, dass Menschen schneller genesen, je früher die Rehabilitation einsetzt. Das ist für Ältere wichtig, weil sie häuft multimorbide, also mehrfach erkrankt, sind." In der Geriatrie sind daher ganzheitliche Angebote wichtig.

Zum Team der geriatrischen Frührehabilitation am Gertrudis gehören neben den Medizinern und dem Pflegepersonal auch Ergo- und Physiotherapeuten, Seelsorger, Sozialdienst, Logopäden, Ernährungsberater und Ehrenamtler. Parallel dazu wurde ein Netzwerk mit niedergelassenen Ärzten und Institutionen wie Altenheimen, Sanitätshäusern und ambulanten Pflegediensten aufgebaut.

Ein weiterer bedeutender Baustein ist das „Überleitungsmanagement". „Das ist wichtig für die Weiterversorgung zu Hause", sagt Regina Kaiser, zuständig für Sozialdienst und Pflegeüberleitung. So werden Angehörige zu barrierefreiem Wohnraum beraten und bekommen Hinweise zu Hilfsmitteln wie Rollator, Treppenlift oder sprechender Uhr. Unterstützung und Auskunft gibt es im Umgang mit Hilfsmitteln, beim Aufbau eines privaten Netzwerks und zu Leistungen der Pflegeversicherung. Schließlich wird dafür gesorgt, dass die Hilfen am Tag der Entlassung greifen – zum Beispiel durch Pflege- und Demenzschulungen für Angehörige.

Text: Dagmar Hojtzyk • Fotos: Marco Stepniak

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Zentrum für Medizin im Alter
im Gertrudis-Hospital Westerholt
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