Trockenheit macht dem städtischen Grün zu schaffen

Hitze macht dem Stadtgrün zu schaffen

Mehrmals pro Tag fährt der Wasserwagen des Zentralenbetriebshofs durch Herten, um die Pflanzen mit dem benötigten Wasser zu versorgen. Pro Fahrt können 6.000 Liter Wasser transportiert und verteilt werden. „Obwohl der Wagen zweimal täglich aufgefüllt wird, ist dies bei der Hitze nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Lars Kuhnt vom ZBH, der unter anderem zuständig ist für die Grünflächen und der Straßenunterhaltung. Im gesamten Stadtgebiet betreut der ZBH rund 315 Hektar Grünflächen (Sportanlagen, Friedhöfe, Waldflächen), davon ca. 60 Hektar Rasenflächen. Bei ihren Fahrten gießen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber vorrangig die 250 „Jungbäume“ (bis zu drei Jahre nach der Pflanzung), die pro Tag bis zu 75 Liter Wasser verdunsten können. Zum Vergleich: Insgesamt gibt es in Herten rund 10.000 Bäume nur im Straßenbereich. „Bäume regulieren die Luftfeuchtigkeit und filtern die Luft. Sie sind darum wichtig fürs Klima in der Stadt und für die Menschen, die in ihr leben“, so Lars Kuhnt.

Zum Beispiel verdunstet ein ausgewachsener Laubbaum an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser. Dadurch erhöht er die Luftfeuchtigkeit und sorgt für ein angenehmeres Klima. Je weniger Wasser das städtische Grün bekommt, desto weniger reguliert sich das Stadtklima auf natürliche Weise. Um die extreme Trockenheit zu überstehen, können Bäume die Poren ihrer Blätter verkleinern und verdunsten so weniger Wasser. Sollte dies nicht ausreichen, rollen Bäume ihre Blätter ein oder lassen das Laub vorzeitig fallen. Es sind aber nicht nur die Bäume, die Wasser zum Überleben benötigen. Eine Rasenfläche verdunstet bei dieser Witterung rund fünf bis sechs Liter Wasser pro Quadratmeter. So benötigt zum Beispiel nur ein einzelner städtischer Rasensportplatz 43.000 Liter Wasser pro Tag zum Überleben.