Die Hausgenossen mit den Flossen

Herten erleben taucht ab – in der Aquariums- abteilung im Zoofachhandel Strecker.

Buntbarsche und Salmler im gleichen Becken? Eine ganz gefährliche Sache! „Keine zwei Tage, und die Buntbarsche hätten ihre viel kleineren Artgenossen einfach verspeist“, sagt Thomas Strecker. Der 49-jährige Zoofachverkäufer weiß, wovon er spricht. Die ersten Fische hatte er bereits daheim als Schulkind. Derzeit tummeln sich in seinem eigenen Aquarium sogenannte Aplocheilus normanni, „das sind Blauaugen-Leuchtfische.“ In der Aquariumsabteilung in der Kaiserstraße stehen mehr als 100 Becken. Intensives Blau, mystisches Licht und farbenfrohe Süßwasserfische in über 50.000 Litern Wasser – eine Menge, mit der sich ca. 300 Badewannen füllen ließen! Das Angebot an tropischen Fischen im Laden: „An die 800 Arten über das Jahr“, gibt Thomas Strecker Auskunft, „saisonal bieten wir außerdem Kaltwasserfische sowie Kois und Gold­fische an.“ Ob Flocken, Granulat oder gefrostetes Lebendfutter aus der Kühlung – neben der passenden Ernährung gibt es auch sonst alles, damit es den Wasserbewohnern gut geht: von leistungsstarken Filteranlagen bis zur richtigen Beleuchtung für die Bepflanzung. „Fische sind entspannte Haustiere“, betont der Experte, „sie eignen sich für fast jedes Alter und jede Umgebung – von der Kita bis zur Seniorenwohnung.“ Gern veranstaltet Thomas Strecker Projekte mit Schulen und Kindergärten: „Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen“, hat er dabei festgestellt, und außerdem: „Sich um Fische kümmern und sie beobachten, das beruhigt und baut Stress ab.“ Die eigene Unterwasserwelt als chillige Alternative zu hektischen Youtube-Filmchen und lauten Computerspielen. Einen weiteren Vorteil der Aquaristik benennt der Fachmann mit einem Augenzwinkern: „Mit dem Hund muss man bei Wind und Wetter Gassi – um seine Fische kann man sich in den eigenen vier Wänden kümmern.“

Vielfältige Tiere
Die Lebenserwartung der Aquariums­bewohner ist unterschiedlich: „Kampf­fische werden gerade mal zwei Jahre alt“, erklärt Thomas Strecker, „Schmerlen zum Beispiel leben bei guter Pflege mehr als 20 Jahre.“ Derzeit erlebe die Mikro-Aquaristik ihren Höhepunkt. „Endler Guppys, Neon-Reisfische und Mosquitorasboras werden gerne gepflegt“, nennt er ein paar Beispiele. Diese Fische sind nicht allzu groß, und: „Die Tiere fühlen sich in relativ kleinen Aquarien ab 60 Zentimeter Länge wohl.“ Solche Becken passen in fast jede Wohnung. „Eine echter Trend sind Garnelen“, verrät der Zoofachverkäufer. Die Krebstierchen haben ebenfalls eher bescheidene Platzansprüche.

Anspruchsvolle Tiere
Auch wenn sich viele tropische Fische recht unkompliziert halten lassen: Besonders für den frischgebackenen Aquarianer ist sachgerechte Beratung sinnvoll. Nicht alle Fische vertragen sich miteinander. Bevor die Haus­genossen mit den Flossen in ein neues Aquarium einziehen können, sollte dort die Wasserqualität stimmen. Frisches Leitungswasser enthält Chlor, „das tut Fischen nicht gut.“ Das Wasser muss erst eine Weile stehen. „Nach ca. 14 Tagen bilden sich Bakterien“, führt Thomas Strecker aus. Extrem nützliche Mitbewohner für die Fische: „Diese winzigen Lebewesen räumen sozusagen auf und neutralisieren Kot und Urin.“ Ein Angebot: „Wir testen kostenlos das Aquariumswasser, bevor die Fische eingesetzt werden.“ Denn wenn Thomas Strecker seine Kunden später fragt: „Wie geht‘s den Fischen?“, dann möchte er hören: „Spitze!“

Text: Dr. Ramona Vauseweh, Fotos: Markus Mucha

Info

Zoofachhandel Strecker
Kaiserstr. 252
45699 Herten
Tel.: 02366 502 600
zoo@remove-this.strecker24.de
www.strecker24.de