Der stärkste Regen fängt mit einem Tropfen an

Phänomen: Starkregen

Als Starkregen wird laut Deutschem Wetterdienst ein Niederschlag von einer Regenmenge von 15 bis 25 l/m² in einer Stunde oder 20 bis 35 l/m² in sechs Stunden bezeichnet. Gemessen wird also die Größe der Niederschlagsmengen pro Zeiteinheit. Es kann zu schnell ansteigenden Wasserständen oder sogar zu Überschwemmungen führen. Starkregen kann viel Schaden im Haus anrichten: Ob das Wasser von den Straßen und Gärten, über beispielsweise Lichtschächte, in den Keller läuft oder durch den Rückstau von Abwasser ins Haus gelangt: Die Erinnerungsstücke im Keller sind hin und es kann sich bei Feuchtigkeit Schimmel bilden.


Präventionsprojekt zu Folgen von Starkregen

Die Stadt Herten und das IKT (Institut für Unterirdische Infrastruktur) haben im Jahr 2018 ein Projekt zur Prävention bei Starkregen-Folgen auf die Beine gestellt. Basis für dieses Projekt bildeten die umfangreichen Vorarbeiten der Stadt­entwässerung: In einer Computersimulation wurde bereits die Oberfläche der Stadt Herten modelliert und mithilfe einer Software abgeschätzt, wo aufgrund der Geländesituation in Herten sehr viel Wasser fließen könnte, wenn starker Regen fällt. Das Projektteam, bestand aus Experten und Beratern des IKT und Mitarbeitern der Stadt Herten aus dem Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt- Tiefbau, Entwässerung. Um eine umfassende Informations- und Beratungskette zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und dem Projektteam zu erhalten, wurden 2018 unter anderem Informationsveranstaltungen zum Thema „Prävention Starkregen“ von der Stadt Herten durchgeführt. Durch den regen Austausch, bestand die Möglichkeit, zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen, wo noch Probleme nach Starkregen im Stadtgebiet Herten auftreten könnten. Zusätzlich wurden jene Eigentümerinnen und Eigentümer gezielt angeschrieben, die durch die Auswertung der Simulation als potenziell von Starkregen betroffen ausgewiesen wurden. Die Bürgerinnen und Bürger erhielten die Möglichkeit eine Vor-Ort Beratung für das als möglicherweise gefährdet bewertete Grundstück durch das Projektteam zu erhalten. Auch nach dem Projektabschluss Ende 2018 können sich Bürgerinnen und Bürger persönlich oder über die unten aufgeführten Internetadressen durch die Stadt Herten beraten lassen.

Starkregen, seine Folgen und Schutz
Bekanntlich sucht sich Wasser seinen Weg. So kann auch das Abwasser bei Rückstau in den Keller sprudeln. Dagegen lässt sich eine Rückstauklappe einbauen, die das Abwasser zurückhält. Auch vor eindringendem Wasser über die Lichtschächte gibt es Schutzmöglichkeiten. Die Rohrreinigungsfirma Nomis in Herten vertreibt Rückstauklappen: „Mangelhafte Rückstausicherung führt zu Verlust des Versicherungsschutzes beim Hausbesitzer. Deshalb benötigt jeder Hausbesitzer Sicherheit durch normgerechte Rückstau-Doppelverschlüsse und Hebeanlagen“, so Patrick Simon, Geschäftsführer von Nomis Rohrreinigung. Nomis bietet kostenlose Beratung im Bereich Dichtungen, ruckstausichere Gullis, mechanische Rückstauklappe, elektrische Rückstauklappen mit und ohne Pumpe, rückstausichere Siphons für Waschtische, Waschmaschinen etc. und Rückstausicherungen für Schlepp­leitungen. „Der Schutz vor Starkregen muss nicht teuer sein. Ein einfacher Verschluss kostet ca. 90 Euro. Dabei sind die Folgeschäden ohne Präventionsmaßnahmen um einiges teurer. Schäden in Höhe von 3.000 – 5.000 Euro sind zu erwarten“, so der Experte für Rohr- und Kanalservice.

Text: Sandrine Seth; Foto:  Kichigin_S/adobe stock