Nachts mit Tizzle

(K)ein Unterschied wie Tag und Nacht?!

Wenn es draußen dunkel wird, dann gehen die Lichter im Bunker Scherlebeck an – denn dann probt Tim Langer alias Tizzle mit seiner Band Katharsis. Für ihn war die Nacht schon früher ein guter Zeitpunkt, um Musik zu machen: „Erst dann hat man seine Ruhe, das Handy klingelt nicht, man findet sich selber“, sagt er. Tizzle schreibt seine Lieder immer noch nachts – daran hat sich nichts geändert. Die Musik, die er heute mit seiner Band macht, hingegen schon: Mit seinen Mitstreitern Lili (Sängerin), Matt (Beatboxer) sowie Michael (Gitarrist) bereitet Tizzle seine Lieder neu auf. „Die Basis der Musik ist zwar immer noch der Rap, aber nun fließen Pop-Elemente mit ein“, erklärt er. „Die Songs hören sich durch die Neuinter­pretation komplett anders an.“ Passend zur neuen Musikrichtung musste dann auch ein neuer Bandname her: Katharsis, frei übersetzt „der Neuanfang“.

Mal was Neues
Seit gut zwei Jahren geben die Vier nun ordentlich Gas: „Wir haben mehrere Auftritte jeden Monat und organisieren auch eigene Veranstaltungen“, erzählt Tizzle. „In nächster Zeit wollen wir allerdings ein wenig auf die Bremse treten. Wir möchten uns auf die Band konzentrieren und neue Stücke schreiben und einüben.“ Ganz von der Bühne verschwinden will die Band allerdings nicht. Das Ergebnis des kreativen Arbeitens, das oft ganze Nächte verschlingt, soll weiterhin präsentiert werden. „Wir möchten gerne weiterhin zeigen, was wir lange und hart erarbeitet haben. Denn nur auf diese Art und Weise bekommt man direkt ein Feedback.“ Positives Feedback kennt Tizzle zur Genüge. Nun möchte er dieselben Erfahrungen auch mit der Band machen: Im nächsten Jahr nehmen Katharsis beim Sparkassen- Clubraum-Contest teil. Wer die Band allerdings in diesem Jahr noch erleben will, sollte sich zwei Termine in seinem Kalender notieren: Am 16. Dezember treten Katharsis beim Süder Advent auf, am 23. Dezember auf dem Adventsmarkt in Herten Mitte. Trotz des musikalischen Neuanfangs unterscheidet sich Tizzles heutiges Ziel nicht von dem der Vergangenheit: einmal ein selbstgeschriebenes Lied im Radio hören. Aber auch, wenn es nicht klappt, „weitergemacht wird trotzdem!“

Text: Anna Roskosch • Fotos: Markus Mucha