Tierisch unterwegs im Dunkeln

Hundetour mit Sandra Böhme

„Im Dunkeln mit den Hunden spazieren zu gehen, ist etwas Einzigartiges“, sagt Sandra aus Herten. „Die Geräusche sind anders und im Wald erwacht zur Nacht ein neues Leben.“ Ganz besonders schön findet sie dabei die Rufe der Waldkäuzchen, von denen der Hertener Katzenbusch gleich mehrere beherbergt.

Rund drei Mal pro Woche geht die 33-jährige Hertenerin hier mit ihren beiden Hunden Aleu und Feli, einer Bardina-Mix- und einer Dackel-Mix- Hündin, sowie einer Gruppe von Hundehaltern und deren Fellnasen spazieren. Und jetzt, da die dunkle Jahreszeit beginnt, gibt es dabei einige kleine Herausforderungen zu meistern: „Ganz wichtig ist festes Schuhwerk. Ohne Licht tritt man häufiger auf Stöcke oder Wurzeln.“

 

 

Deswegen hat die angehende Tierheilpraktikerin immer eine kleine Taschenlampe dabei. Noch entscheidender bei der Hundetour im Dunkeln ist aber die Sichtbarkeit aller Vier- und Zweibeiner. Leuchtende Halsbänder und entsprechende Kleidung sind ein Muss. „Zudem muss man bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb im Dunkeln mehr auffassen. Denn in der Dämmerung sind viele Tiere unterwegs, die sich am Tag gar nicht zeigen.“ Eichhörnchen, Kaninchen, Fuchs und Reh fühlen sich jetzt nämlich besonders sicher – und machen den Waldspaziergang mit Hund zu einer tollen Erfahrung.

Text: Felicitas Bonk • Fotos: Markus Mucha