Arbeit Es lebe der Sport!

Das Sportabzeichen ist beliebt wie eh und je.

Sport ist alles andere als Mord, da kann Churchill noch so viel gegen die körperliche Ertüchtigung gehabt haben. Er hatte aber vermutlich auch nicht so viele Mitstreiter an seiner Seite wie die Hertener. Herausragende Zahlen in der Sportabzeichen-Statistik beweisen: In dieser Stadt hat der Sportplatz noch einen – Entschuldigen Sie bitte das Wortspiel! – besonderen Zulauf. Zwar machten 2017 etwas weniger Leute das Abzeichen als im Vorjahr, aber die Zahl von 860 absol­vierten Abzeichen spricht stolz für sich.
Marion Knitter, stellvetretende Sportabzeichen-Obfrau, sagt: „Die Begeisterung für das Sportabzeichen ist historisch gewachsen, ja, aber sie wird auch von einem engagierten Team an Prüferinnen und Prüfern stark gefördert.“ 12 sind es an der Zahl, die sich bei Wind und Wetter auf den Sportplatz stellen und in ihrer Freizeit für den Sport da sind. Schön wäre es allerdings, wenn auch jüngere Menschen sich noch mehr einsetzen würden. „Wir möchten die Menschen aus der Reserve, vom Sofa hoch quasi,  locken und dazu bringen, sich zu bewegen, mit einem Ziel vor Augen!“

210 Gymnasiasten legten 2017 das Sportabzeichen ab
„Regelmäßiger Sport ist gut für die Gesundheit und für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von herausragender Bedeutung“, so Bärbel Schweers, Schulleiterin des Gymnasiums. „Das Sportabzeichen würdigt die sportlichen Leistungen und ist ein motivierender Ansporn.“ Am Gymnasium haben in diesem Jahr 210 Mädchen und Jungen mitgemacht, ein Viertel aller Schüler – eine tolle Zahl. Den Sportabzeichenwettbewerb im letzten Jahr – der auch 2018 wieder ausgelobt wird – gewann allerdings die Erich-Klausener-­Schule, fast 45% der Schülerschaft durfte eine Urkunde in Empfang nehmen. Strahlende Gesichter sind bei allen Teilnehmern garantiert – die Belohnung für Training und Ausdauer ist gleichzeitig der Ansporn, wieder mitzumachen. Laufen, Schwimmen, Radfahren, Kugelstoßen, Geräteturnen, Seilspringen – die Disziplinen sind je nach Alter und Geschlecht gestaffelt. Gesetzt ist allerdings eine Voraussetzung: Schwimmen muss jeder nachweislich können, bevor es ans Abzeichen geht. Und kostet das was? Iris Walter, Geschäftsführerin des Stadtsport­verbandes erklärt: „Ja, ab 3 Euro pro Urkunde ohne Abzeichen geht es los, festgelegt vom Deutschen Olympischen Sportbund – aber: In Herten gibt es eine kleine Sensation. Hier werden die Gebühren für Kinder und Jugendliche vom SSV übernommen und für die Erwachsenen gibt es eine große Verleihungsparty mit Tanz und Verlosung!“
Text: Mareike Graepel • Fotos: André Chrost

Info:

Training für die Sonderabnahme 2018:
Leichtathletik: 18 bis 20 Uhr auf den Sportplätzen Heinrich-Obenhaus-Straße (Montag), Paschenbergstraße (Mittwoch) und Backumer Straße/Polsumer Straße sowie an der Fritz-Erler-Straße (beide Freitag).
Schwimmen: 19 Uhr im Copa Ca Backum
(5. und 12. Juli sowie 30. August).
Radfahren: 19 Uhr am Friedhof Jägerstraße
(16. und 23. August)
Walking/Nordic Walking: Sportanlage Paschenberg , montags um 18 Uhr, mittwochs um 17 Uhr, freitags um 18 Uhr und sonntags um 10 Uhr.
www.deutsches-sportabzeichen.de
www.ssv-herten.de
Wer sich als Prüfer fortbilden möchte, wendet
sich an den Stadtsportverband Herten e.V.
unter 02366 303471 (Iris Walter).