Spatenstich in Scherlebeck

Stadtwerke erschließen Comenius-Siedlung

Der ehemalige Jahnsportplatz in Herten-Scherlebeck ist zur Großbaustelle geworden: Die Hertener Stadtwerke erschließen das Gelände als Baugebiet. Im Rahmen der Erschließungsarbeiten wurde jetzt offiziell der erste Spatenstich in der Comenius-Siedlung gesetzt.

„Vor allem vor dem Hintergrund, dass zurzeit relativ wenige Flächen am Markt sind, freuen wir uns über dieses neue, attraktive Wohnangebot“, betont Bürgermeister Fred Toplak. Die Comenius-Siedlung ist mit ihrer zentralen Lage im Ortskern von Herten-Scherlebeck und in direkter Nachbarschaft zur Comenius-Grundschule vor allem bei jungen Familien beliebt. Ein weiterer Clou in der neuen Hertener Siedlung: Der Ausbau des Glasfaser-Leitungsnetzes ist für die zukünftigen Siedler bereits im Grundstückspreis inbegriffen.

„Die Nachfrage nach den Grundstücken ist extrem hoch“, weiß Thorsten Rattmann, Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke. „Umso schöner ist es, dass wir diese Nachfrage nun relativ zügig befriedigen können.“ Die Erschließungsarbeiten haben bereits im Oktober begonnen. Je nach Witterungslage sollen sie im Frühjahr 2018 beendet sein. Dann kann der Hochbau auf der Fläche starten.

„Die Comenius-Siedlung ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Entwicklung in Herten weiter geht“, so Stadtbaurat Christoph Heidenreich. Insgesamt 20 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sowie zwei Grundstücke für Stadtvillen entstehen auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal. Fast alle Flächen sind bereits reserviert.

Historisches

Seinen Namen hat das Baugebiet aus der Nachbarschaft: Auf dem angrenzenden Gelände lernt der Scherlebecker Nachwuchs in der Comenius-Grundschule.

Der Namenspate ist Johann Amos Comenius, der im 17. Jahrhundert mit der Forderung nach einheitlicher Schulbildung für alle Stände und beide Geschlechter sowie zwangfreiem Lernen zum Vordenker der modernen Pädagogik wurde.

Bis 2011 kickten auf dem Gelände der Comenius-Siedlung die Fußballer von Westfalia Scherlebeck. Im Zuge der Fusion mit der SG Langenbochum wurde die Fläche zugunsten eines neuen Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage Nord aufgegeben. Der Name der angrenzenden Jahnstraße zeugt immer noch von der sportlichen Vergangenheit: „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn hat die Turnbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland populär gemacht.

  Für die zentrale Straße im neuen Baugebiet ist bereits ein Name gefunden: Ein Ratsbeschluss bewilligte die Benennung nach Bonis Piontek. Der ehemalige Schlosser und Dreher auf der Zeche Schlägel & Eisen setzte sich zeitlebens für den Betriebssport ein und war auch in seiner Freizeit in Sportvereinen aktiv. Durch seine Initiative entstanden eine neue Turnhalle für die Bergschule und ein Schwimmbecken auf Schlägel & Eisen. Bonis Piontek war außerdem als Trainer für die Vereine Blau-Weiß Langenbochum und Westfalia Scherlebeck aktiv. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Info

Hertener Stadtwerke

Hertener Siedlungen / Grundstücksvermarktung
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