Dicke Luft vermeiden

Tipp der Stadtwerke: CO-Melder für Heizungen und Kamine installieren

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, machen wir es uns bei uns zu Hause schön gemütlich. Wir drehen die Heizung auf oder machen den Kamin an. Was viele vergessen: Kamine oder Gasthermen sind mögliche Quellen für Kohlenmonoxid. Dieses lebensbedrohliche Gas kann man weder schmecken, riechen noch sehen. Nur CO-Melder warnen rechtzeitig.

Als im vergangenen Winter sechs Teenager an Kohlenmonoxid-Vergiftungen starben, wurde noch einmal deutlich, wie gefährlich dieses farb-, geruchs- und geschmacklose Gas ist. Überall wo schadhafte Gasthermen oder Kamine betrieben werden, kann das Gas in hohen Konzentrationen entstehen. Es bildet sich dann, wenn bei der Verbrennung nicht ausreichend Sauerstoff zugeführt wird. Eine defekte Heizung und schlecht funktionierende Abluftanlagen können ebenfalls CO-Quellen sein. CO-Melder warnen wirkungsvoll und rechtzeitig vor dem tödlichen Gas. Diese Melder haben allerdings nichts mit den bekannten Rauchmeldern zu tun.

Gute Kohlenmonoxidmelder überwachen mittels elektrochemischer Sensoren kontinuierlich die CO-Konzentration in der Umgebungsluft. Sobald die Kohlenmonxidwerte eine bestimmte Grenze erreichen, schlägt der Melder mit einem lauten Ton und optischen Signal Alarm.

Obwohl in Deutschland jährlich schätzungsweise zwischen 500 und 1.000 Menschen an Kohlenmonoxid-Vergiftungen sterben, gibt es aktuell keine Verpflichtung zur Installation. Andere Länder wie beispielsweise Großbritannien oder die USA sind hier schon deutlich weiter. Der Verband Wohneigentum rät CO-Melder anzuschaffen, sobald es mögliche Kohlenmonoxidquellen im Haus gibt.

Sauerstoffzufuhr sicherstellen

Grundsätzlich gilt: Wer offenes Feuer in der Wohnung genießen möchte, muss für ausreichende Luftzufuhr sorgen. So kann zum Beispiel bei Kamin und Ofen der Schornstein verschmutzt und damit die Sauerstoffzufuhr vermindert sein. Oder die Drosselklappe ist falsch eingestellt. Kommt noch eine besonders gute Dämmung im Haus dazu, ist der Sauerstoffgehalt im Raum schnell aufgebraucht. Deshalb gilt: Drosselklappe richtig einstellen, Feuerstätte regelmäßig reinigen und regelmäßig für frische Luft im Haus sorgen.

Zudem können Dohlen die Übeltäter sein: Die Vögel nisten gerne auf Schornsteinen und schneiden so die Sauerstoffzufuhr ab. Auf den Schornstein montierte Dohlengitter können das vermeiden.

Wer sich einen Kamin oder Ofen anschaffen möchte, sollte schon im Vorfeld professionelle Beratung in Anspruch nehmen: Der Bezirksschornsteinfeger hat alle nötigen Informationen rund um den Einbau parat. Zudem erteilt er die notwendige Genehmigung.

Nicht nur offene Feuerstätten, sondern auch Heizungsanlagen können zur Gefahr werden. Während moderne Brennwertanlagen ihren Sauerstoff meistens mit einer Außenluft-Zufuhr ausgestattet sind, ziehen ältere Modelle den Sauerstoff noch aus der Raumluft. In Häusern mit solchen Anlagen sind frei liegende Lüftungsschlitze ein Muss. Ob so oder so: Eine regelmäßige Wartung der Anlagen durch Fachfirmen und die Kontrolle durch den Schornsteinfeger helfen, den Gefahren vorzubeugen.

Info

Hertener Stadtwerke

Grundstücksvermarktung
www.hertener-siedlungen.de

CO-Melder im Energiesparshop:
www.energiesparen-fuers-klima.de