Neue Abfallsammelfahrzeuge in Herten

Mit neuem Design zu mehr Sicherheit und mehr Nutzlast

Der Zentrale Betriebshof Herten (ZBH) hat neue Abfallsammelfahrzeuge bekommen. Die Fahrzeuge lösen drei bisherige Stammfahrzeuge im Sammeleinsatz ab. Die „Neuen“ haben dabei viel zu bieten: Notbremssystem bei der Rückwärtsfahrt und Abbiegeassistent, Gewichtsreduzierung durch neue Aufbauform und Leichtbau und niedrigen, ergonomischen Einstieg.

„Damit machen die neuen Fahrzeuge die Arbeit deutlich effektiver als die alten“, freut sich Bürgermeister Fred Toplak. „Der wichtigste Aspekt dabei aber ist, dass die Fahrzeuge neue Sicherheitsaspekte aufweisen, um Bürgerinnen und Bürger und die Mitarbeitenden zu schützen.“ Dem stimmt ZBH-Betriebsleiter Thorsten Westerheide zu. „Uns ist der Schutz der Mitarbeitenden sehr wichtig“, so Westerheide. Die neuen Fahrzeuge haben einen tieferen Einstieg. „Das macht das Ein- und Aussteigen für die Kolleginnen und Kollegen einfacher. Jetzt hüpfen sie vielleicht noch aus dem Führerhäuschen, aber das hier ist ein „Knochenjob“ und wir wollen sie ja schließlich auch gesund und munter in Rente schicken“, so Westerheide.

Zu den ganzen Neuerungen zählt aber auch ein anderes Aussehen. Bei den neuen Abfallsammelfahrzeugen wird ein sogenanntes „Curved Design“ verwendet. Der Aufbau ist gewölbt und unterscheidet sich dadurch deutlich von den alten Fahrzeugen. Das neue Design dient der Gewichts- beziehungsweise Materialreduzierung bei gleichbleibender Belastungsfähigkeit. Weitere Gewichtsreduzierungen werden bei der Herstellung des Fahrerhauses durch die Verwendung von Aluminium und Verbundfaserwerkstoffen erreicht. Dies ermöglicht erstmals seit Jahren wieder eine Erhöhung der Nutzlast. Die aktuellen Fahrzeuge können fast elf Gewichtstonnen laden. Der letzte angeschaffte Abfallsammler konnte nur neuneinhalb Tonnen zuladen.

Dazu kommen die verschiedenen Sicherheitssysteme. Gregor Born, Bereichsleiter Abfallwirtschaft waren diese besonders wichtig. „Die Fahrerinnen und Fahrer müssen auf unzählige Dinge gleichzeitig achten, in so viele Spiegel kann man eigentlich gar nicht gleichzeitig schauen“, so Born. Jetzt sind außen verschiedene Kameras und Sensoren verbaut. Der ZBH setzt bei der Ausstattung der Fahrzeuge mit neuen Assistenzsystemen auf einen Sicherheitsgewinn für die tägliche Arbeit im Straßenverkehr. Die Fahrzeuge sind mit einem sogenannten 3D-Rückfahrassistenzsystem ausgestattet. Bei der Rückwärtsfahrt wird der rückwärtige Bereich permanent durch 2D- und 3D-Kameras abgetastet und das System erkennt, ob sich ein Hindernis in den Gefahrenbereich bewegt oder es sich aus diesem entfernt. „Im Notfall bremst das Fahrzeug dann von alleine“, erklärt Gregor Born.

In den nächsten Wochen werden die ausgedienten, alten Abfallsammelfahrzeuge aus den Jahren 1999 und 2006 über ein Auktionsportal verkauft.

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Stadt Herte
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