Ganz schön flott, Herr Schwimmmeister

Thore Hohmann wird Fachangestellter für Bäderbetrieb

Mit vier machte er sein Seepferdchen, mit acht Jahren hatte er das goldene Schwimmabzeichen. Inzwischen ist Thore Hohmann 20 Jahre alt und geradeaus auf dem Weg zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. Der Begriff Bademeister ist unkorrekt, auch wenn es fast jeder sagt. Thore Hohmann ist seit August 2017 einer von vier Auszubildenden im Freizeitbad Copa Ca Backum. Ein Traumjob für Menschen mit sportlichem Body, die gerne am Beckenrand rumstehen? Thore Hohmann schmunzelt: „Ja, so sehen das wohl viele.“ Er selbst hat auch nicht gedacht, dass der Beruf so abwechslungsreich ist. Allen, die sich für diesen Job interessieren, gibt er mit auf den Weg: „Man muss körperlich fit sein und fleißig.“

Mit dem Abitur in der Tasche musste sich Thore Hohmann überlegen, was er machen will. Als Student an der Uni sah er sich nicht. Er holte sich Rat beim BIZ (Berufs- und Informations­zentrum) und stieß auf den Fachangestellten für Bäderbetriebe. Er schickte Bewerbungen los und bekam eine Einladung von den Hertener Stadtwerken. Vorstellungs­gespräch, Schwimmtest, Fragen zum Allgemeinwissen. Thore überzeugte und bekam den Ausbildungsplatz. Er nahm ihn gerne. Eine gute Ent­scheidung. Von etlichen seiner Schulkollegen in der Berufsschule hört er, dass die Ausbildung nicht überall so vielseitig ist. Zum Aufgabenspektrum von Thore Hohmann gehört schon jetzt Folgendes: Er leitet Gruppen bei der Wassergymnastik und beim Aqua­cycling an, er macht Sauna­aufgüsse und den Aufsichtsdienst an den Becken. Er ist Ansprechpartner für alle Gäste, macht die Erstversorgung bei kleinen Unfällen und prüft die Wasserqualität.

Garantiert nicht langweilig

Der Bereich Bädertechnik ist ein Ausbildungsschwerpunkt. In der Berufsschule ist es das wichtigste Fach. Am Ende der Ausbildung muss Thore Hohmann wissen, wie die komplette Bädertechnik funktioniert. „Technisches Verständnis und Interesse an Chemie, Physik und Mathe sollte man schon mitbringen“, sagt er. Und Sport? Natürlich ist auch das ein Schwerpunkt. Täglich eine Stunde steht auf dem Programm.

Im Rahmen seiner Ausbildung durchläuft Thore Hohmann so viele Stationen im Copa und bei den Stadtwerken, dass garantiert keine Langeweile aufkommt: Einblick in die Arbeit und Aufgaben der Badleitung, der Buchhaltung der Stadtwerke, der Werkstatt und der Öffentlichkeitsarbeit. Und nicht zuletzt wird er einen Monat im Rettungswagen bei der Feuerwehr mitfahren. Das Programm behagt dem 20-Jährigen. Das sieht man. Thore ist zufrieden: „Hier gibt es ein freundliches Team, und ich fühle mich wohl hier.“ Schon jetzt hat der 1,96 Meter große Mann einen guten Überblick im Bad und seine Augen überall. Kurz vor dem Ausgang hebt er einen Papierfitzel auf. Hat man ihm das schon eingetrichtert? Thore lächelt: „Nein, das mache ich von mir aus. Aber ein Schwimmmeister muss auch für Sauberkeit sorgen.“

Text: Dagmar Hojtzyk • Fotos:Markus Mucha

Info

Wer Fachangestellter für Bäderbetriebe werden möchte, sollte diese Anforderungen erfüllen: Kommunikations­fähig sein, körperliche Fitness mitbringen, sicher und bestimmt auftreten und gut im Team arbeiten können.

Die schulische Zugangs­voraussetzung ist die Fachoberschulreife.

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Folgende Bestandteile sollte die Bewerbung enthalten:
Bewerbungsanschreiben mit Bezug auf den ausgeschriebenen Ausbildungsberuf, Tabellarischer Lebenslauf mit aktuellem Lichtbild, Kopie des letzten Schulzeugnisses.

Ansprechpartner:
Abteilungsleiter Dietmar Bolz
Tel. 02366 307-226
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