Der „Rackdoktor“ kommt

Unternehmen aus Bochum baut auf Schlägel & Eisen

Zuwachs auf dem ehemaligen Zechengelände – schon Anfang Mai begannen die Bauarbeiten für die neue Produktionsfläche des „Rackdoktors“. Das Bochumer Unternehmen produziert hochwertige Transportkisten, sogenannte Custom Flightcases, für die Veranstaltung- und Eventbranche. Bürgermeister Fred Toplak begrüßte das Unternehmen gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen mbH persönlich am Standort.

Im Oktober dieses Jahres soll der Bau abgeschlossen sein und die ersten Flightcases in Herten gefertigt werden. Fred Toplak freut sich über den weiteren Zuwachs auf Schlägel & Eisen: „Das Interesse an den Gewerbeflächen ist nach wie vor groß. Es entsteht eine interessante Branchenvielfalt. Hier erhalten auch jüngere Unternehmen, die wachsen möchten, eine Chance.“

Geschäftsführer Sebastian Knoch errichtet auf dem Gelände eine 500 Quadratmeter Halle mit integrierten Büroflächen. „Endlich haben wir ausreichend Platz für die Fertigung. In der neuen Halle können wir unseren Produktionsablauf endlich optimal gestalten,“ betont er. „Seit der Gründung in 2011 konnten wir unseren Umsatz stetig steigern. Begonnen hat alles während des Studiums in der Garage. Der jetzige Standort ist seit langem ausgereizt. Trotz vieler Aufträge konnte ich wegen des fehlendes Platzes keinen weiteren Beschäftigten einstellen. Jetzt können wir weiterwachsen.“

Der Bochumer Unternehmer hatte die Entstehung des Gewerbegebietes aufmerksam verfolgt. Als das Nachbarunternehmen Schallmeister dort seinen neuen Standort errichtete, war Sebastian Knoch ebenfalls begeistert und hat Kontakt mit der städtischen Wirtschaftsförderung aufgenommen. Gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen (EGSE) mbH ist die Wirtschaftsförderung Ansprechpartner für interessierte Unternehmen. 

Frauke Wiering von der Wirtschaftsförderung und Geschäftsführer der EGSE, Benedikt Schmoll, sind zufrieden mit dem bisherigen Vermarktungserfolg: „Etwa zwei Jahre nach der Fertigstellung des neuen Gewerbegebietes haben wir etwa 50 Prozent des Geländes inklusive aller Bestandsgebäude verkauft bzw. reserviert. Die nächsten Bauvorhaben sind bereits in der Vorbereitung“.

Das Projekt Schlägel & Eisen entstand mit Mitteln der EU und des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP). Das Programm bietet einer Vielzahl von Branchen, insbesondere überregional tätigen Unternehmen, zugleich einen eigenen Zugang zu Investitionszuschüssen. Bei der Antragstellung ist die städtische Wirtschaftsförderung ebenfalls behilflich.