30 Jahre im Copa

Ein Herz und eine Seele

Jüngeren sei zu Spielregeln in öffentlichen Hallen- und Freibädern vorab verraten: In früheren Jahren wachte ein sogenannter „Bademeister“ am Beckenrand. Wichtiges Arbeitsgerät war eine Trillerpfeife. Damit pfiff die Respektsperson im doppelten Wortsinn quirlige Kinder und Jugendliche zurück, die aus seiner Sicht nicht richtig spurten. Und: „Wir mussten ihn fragen, wenn wir vom Dreier springen wollten. Meist verbot er uns das allerdings. Den erlebten wir damals eher als Spaßverderber“, erinnert sich Sabine Moers, seinerzeit im Schwimmkader vom TuS Herten. Durch den Schwimmsport mit den Abläufen vertraut, ließ sich Sabine Moers von Ingrid Schramm 1983 für eine Ausbildung – damals noch bei der Stadt Herten – im Bäderbetrieb gewinnen. Bis heute ist die Mutter einer Tochter ihrem Job treu geblieben: „Es ist einfach schön, die Entwicklung mitzukriegen und mitzugestalten.“ Es beginnt damit, dass sich die Berufsbezeichnung von „Schwimmmeisterin“ in „Meisterin für Bäderbetriebe“ geändert habe. Wichtiger indes sind ihr die neuen Inhalte und Anforderungen. Ihre Ziele fasst die 52jährige so zusammen: „Unsere Gäste sollen entspannt und heil nach Hause gehen. Möglichst sollen sie jeden Tag was Neues erleben.“



Traumjob: Mitarbeiterin im Copa Ca Backum
Wer aufs Programm vom Copa Ca Backum schaut und das Tages­geschäft betrachtet, kommt zu dem Schluss, dass die rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Job zwischen Animation und Management bewältigen. Das Spektrum ist breit. Die einstigen Hauptaufgaben wie die Beaufsichtigung und Kontrolle des Badebetriebes sind längst erweitert durch Aufgaben in der Bädertechnik wie beispielsweise Wasseraufbereitung bis hin zur ­Organisation eines Kindergeburtstages. „Wir stehen längst nicht mehr nur am ­Beckenrand“, berichtet Cordula Flemming, ebenfalls eine Frau der ersten Stunde im Copa Ca Backum. Der Fachangestellten für Bäderbetriebe (früher „Schwimmmeister-Gehilfin“) nimmt man ab, dass sie für ihren Beruf brennt. Es klingt authentisch, wenn sie sagt: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“ Petra Anlauf von der Badleitung dazu: „Wir bieten Spaß und Entspannung. Da ist es Voraussetzung, dass wir selbst Freude an unserem Beruf haben und die Gäste unsere Begeisterung spüren.“ Unverzichtbar schließlich sind die Mitarbeiterinnen in der Umkleide wie Mechthild ­Petzuch. Vergleichbar mit den „Perlen im Haushalt“ sorgt die 63-Jährige für Sauberkeit in Umkleiden und Duschen. Mechthild Petzuch springt ein, wenn mal Personal in der Sauna gebraucht wird. Sie ist auch gefragt, wenn jemand Badehose oder Handtuch vergessen hat. „Mir ist das Wohl der Besucher wichtig.“ Stolz sagt sie: „Ich bin seit dem ersten Tag dabei, und zwar sehr gerne.“ Stadtwerke-Chef Thorsten Rattmann weiß sehr wohl, wem der anhaltende Erfolg des Betriebes in Backum zu verdanken ist: „Seit 30 Jahren ist unser Copa Ca Backum ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Sportbegeisterte und Erholungssuchende. Viele Gäste aus Herten und der Region fühlen sich bei uns wohl und verbringen gerne ihre Freizeit bei uns. Das ist der besondere Verdienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind tagtäglich in den verschiedenen Bereichen im Einsatz, um unseren Kunden einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.“

Text: Michael Polubinski • Fotos: Markus Mucha

Info

Freizeitbad Copa Ca Backum
Über den Knöchel/ Teichstraße
Tel. 02366 307-310
www.copacabackum.de