Nachts auf dem Markt

Im Morgengrauen auf dem Markt - mit Jan Abels

Halb vier nachts, sechs Grad, Regen. Eigentlich genau die richtige Zeit, um auf den Wecker zu linsen und sich noch einmal gemütlich im Bett einzukuscheln. Eigentlich... Denn manche Menschen stehen genau jetzt auf. So wie Jan Abels. Sein Tag beginnt jeden Morgen um 03:30 Uhr – für einen Markthändler wie ihn ganz normal. „Das tollste ist, dass man um diese Zeit immer seine Ruhe hat,“ sagt der gebürtige Weseler und lacht. Das frühe Aufstehen macht ihm sichtlich nichts aus. Er sprüht vor guter Laune, während er etliche Kilos an Obst, Gemüse, Eiern und Nüssen an seinem Marktstand auspackt. Seit sechs Jahren fährt er vier Mal pro Woche auf die Märkte in Herten, Recklinghausen und Marl.

 

 

Jan Abels, der auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb in Wesel lebt und arbeitet, liebt seinen Job: „Ich bin in meine Arbeit hineingewachsen. Ja, es gibt Herausforderungen, wie extrem heiße Sommer oder sehr kalte Winter. Dann ist die Arbeit auf dem Markt alles andere als angenehmen.“ Aber wirklich ausmachen würde es ihm nichts, man gewöhne sich an alles – auch daran, zu arbeiten, wenn alle anderen noch schlafen.

Text: Felicitas Bonk • Fotos: Markus Mucha