
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Freiluftveranstaltungen sind immer ein Risiko. Pünktlich zum Start des Redaktionsfestes im Mai auf dem von der Kaufmannschaft vom Lebendigen Herten als kulinarisches Dorf wunderschön hergerichteten Kirchplatz vor der Antoniuskirche begann es in Strömen zu regnen. Trotzdem: Keiner lief weg! Notdürftig wurden zusätzliche Zelte aufgestellt, auch für die Bigband aus Doncaster. Die machten tolle Musik! Die Gäste, die zur Heftpräsentation, zum Auftakt der Europäischen Wochen und zum Start des Hertener Blumenmarktes kamen, stemmten sich gemeinsam gegen das Wasser von oben. Man rückte enger unter den großen Schirmen zusammen, kam ins Gespräch mit Nachbarn und Fremden, genoss Bier, Wein und die köstlichen internationalen Speisen, die von vielen Hertener Wirten kredenzt wurden. Dank an Adrian Gülden und seine Mitstreiter, die dieses Fest organisierten. Dann, kurz vor Mitternacht, das angekündigte musikalische Feuerwerk vor dem Kirchenportal. Ein wunderschönes Licht-Spektakel, das die Kirche von Dechant Norbert Mertens in einem völlig neuen Licht präsentierte. Große Begeisterung und der einhellige Wunsch der Besucher: Dieses Open-Air-Fest muss im nächsten Jahr wiederholt werden.
Ganz anders das Fest im Februar. Da war alles buchstäblich in trockenen Tüchern und die Schreinereihalle der Firma Götza war trotz niedriger Außentemperaturen wohltemperiert. Frau und Herr Götza hatten mit ihren Mitarbeitern keine Mühen gescheut, um die über 300 Gäste in Langenbochum zu verwöhnen. Ein wunderschönes Fest in der Werkshalle mit künstlerischen Höhepunkten und launigen Ansprachen. Vielleicht kann man ja zusammen den Neubau am Resser Weg im kommenden Jahr feiern. Wir würden uns freuen.
Für uns alle ein besonderer Höhepunkt: Die Hertener Gespräche AufEwald in der Heizzentrale mit Jörg Berger. Fast 300 Gäste waren begeistert vom Gespräch, das unser Bürgermeister Uli Paetzel mit ihm führte. Zwei Halbzeiten, so der Titel des Buches von Jörg Berger, waren der rote Faden. Sein Leben im Osten und sein Leben im Westen nach der Flucht. Und nun sein Leben in der Nachspielzeit. Jörg Berger ging keiner Frage aus dem Weg. Offen, ehrlich, authentisch. Wir wünschen ihm eine gute Zukunft und viel Kraft, damit er sich gesundheitlich wieder stabilisieren kann. Wir haben erlebt: Ein Jörg Berger kämpft, gibt nicht auf. Das gibt auch dem einen oder anderen von uns Kraft. Ich wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Durchblättern und Lesen der neuen Ausgabe.
Ihr
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Otto Lerchenmüller