Otto Lerchenmüller, HerausgeberLiebe Leserinnen, liebe Leser,
schon spannend, was sich oben am Paschenberg tut. Im ersten Moment staunt man, wenn man am Kirchturm – ein Turm ohne Kirche – das große Werbeplakat entdeckt. Geworben wird aber nicht für eine Telefongesellschaft oder ein Hundefutter. Nein, geworben wird für das Miteinander vonChristen. Von Katholiken und Protestanten. Das große Poster zeigt Pfarrerin Ulrike Baldermann von der Lutherkirche und Dechant Norbert Mertens von St. Antonius, beide in ihrem kirchlichen Ornat. Ist schon ein Hingucker! Mutig, habe ich mir gedacht. Aber mutig ist auch, was dort am Paschenberg entsteht. Dort, wo bis vor wenigen Monaten die Kirche St. Barbara stand.
Ein Pflegezentrum mit einem offenen Cafe für Besucher und Nachbarn, geführt und betreut vom Caritasverband, wird gebaut. Die St.-Barbara-Kapelle, die nicht nur die Katholiken, sondern auch die evangelischen Nachbarn ganz offfziell als ihr Gotteshaus nutzen, ist fast vollendet. Eben eine Simultankirche. Die gibt es in der ehemaligen freien Reichsstadt Biberach, meiner Geburtsstadt, schon seit dem 18. Jahrhundert. Am Samstag, 30. August, wird ab 10 Uhr am Barbarakirchplatz Kirchenweihe gefeiert. Es wird sicherlich ein großartiges Fest. Schön wäre, wenn all die anderen Nachbarn vom Paschenberg mit feiern würden. So freut sich auch Matthias Müller von der Caritas, der maßgeblich dieses Projekt begleitet hat.
Ein neues, zusätzliches Amt bekleidet Egon Walberg bei der Stadt. Er wurde vom Bürgermeister ganz offziell als Stadtbildpfleger vorgestellt. Eine Stelle, die es bisher nicht gab. Er kümmert sich also künftig um die Verschönerung der Stadt. Ob Fassaden, Vorgärten, Spielplätze, Bürgerpartnerschaften. Er ist der Ansprechpartner auch bei der Suche nach weiteren Spielplatzpatenschaften. Wir alle hoffen und wünschen, dass er mit seinen Ideen und Vorschlägen viel Erfolg haben wird. So wie der Vereinsmanager Detlef Fronda, dessen Funktionsstelle auch neu geschaffen wurde. Das signalisiert Bürgernähe der Verwaltungsspitze. Und kostet nicht mehr Geld. Der Bund der Steuerzahler wird sich freuen.
Eine Meldung des Bundes der Steuerzahler freut uns hier in Herten sehr. In einer veröffentlichten Auflistung der Müllgebühren in NRW liegt das RZR Herten an letzter Stelle. Hat also im Vergleich die niedrigsten Abfallgebühren. Ökonomisch, ökologisch und sozialverträglich. Eigentlich das, was man von einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen, das allen Bürgern gehört, erwartet. Und die aktuellen gesetzlich vorgeschriebenen Messungen und auch Stichproben von kritischen Bürgerinitiativen belegen: Die genehmigten Grenzwerte werden weit unterschritten. Wir können also ohne Sorge auf dem Zauberberg spazieren gehen oder mit dem Mountainbike fahren. Wie immer wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Durchblättern und Lesen.
Ihr
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Otto Lerchenmüller, Herausgeber