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Otto Lerchenmüller
Herausgeber
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Bin einem Jahr ist sie schon wieder Vergangenheit, die Fußballweltmeisterschaft. Herten ist, wie viele andere Städte, Nachbarin von zwei WM-Spielstätten. Heftig wird derzeit diskutiert, wie sich unsere Stadt in dieses Weltereignis einbringen kann. Ist Herten attraktiv genug? Die Tourismusdebatte schlägt hohe Wellen. Ja, Herten ist attraktiv, hat viel zu zeigen, hat was Besonderes, hat viel, was andere nicht haben. Zu dem muss man stehen und dies alles muss man denen zeigen, die als Besucher kommen sollen. Ich war auch Besucher. Und hab` die Stadt, die Menschen, das Besondere hier lieb gewonnen. Erlaube mir daher ein Urteil. Was also tun? Nicht über die Hertener Tourismuschancen diskutieren, sondern handeln. Die Herten-Botschaft hinaustragen. Die Jugend einladen. Sie wird kommen. Auch nach der WM. Alle in Herten sollten dazu ihren Beitrag leisten. Herten erleben wird es tun.
Zurück zur Realität der vergangenen drei Monate. Der diesjährige Blumenmarkt war ein großer Erfolg. Das Wetter und das Angebot passten. Die Menschen strömten. Zum Schauen, Staunen und Einkaufen. Letzteres wird im nächsten Jahr sicherlich noch besser. Hoffen die Kaufleute. Unser Bürgermeister hat geheiratet. Seiner Frau und ihm wünschen wir viel Glück und Gottes Segen auf dem gemeinsamen Lebensweg. Am Fuße des Paschenberg hat ein Wahlbayer, aus Herten stammend, einen bayerischen Biergarten eröffnet. Das Münchner Bier schmeckt ausgezeichnet, der Schweinsbraten lässt keine Wünsche offen. Prost und guten Appetit. Neu ist auch der Otto-Wels-Platz, direkt vor dem Rathaus. Über die Gestaltung wurde viel diskutiert. Ja, man kann vortrefflich darüber streiten, ob dieses Plattenmeer, das eine dreispurige Straße umgibt, der große Wurf ist. Zum Glück kamen die zusätzlichen Blumenkästen, die der Bürgermeister bei der Eröffnung versprochen hatte. In 20 oder 30 Jahren, wenn die Bäume groß sind, siehts sicherlich attraktiver aus. Werde ich und viele andere aber nicht mehr erleben. Wir können aber erträumen, was die Künstler und die Jury dem Platz Gutes antun wollten. Hoffentlich erleidet der alte Wengerturm bei der Neugestaltung nicht ein ähnliches gestalterisches Schicksal.
Und eine persönliche Freude habe ich erlebt. Meine neue kleine Wohnung. Die höchstgelegene Wohnung in Herten auf dem Paschenberg. Mit einem traumhaften Ausblick auf das Ruhrgebiet. Rechts der Gasometer in Oberhausen, zum Greifen nah die Schalker Veltins Arena und halb links der Dortmunder Fernsehturm. Und zu Füßen die Innenstadt, die Kirchtürme, der Wengerturm und im Hintergrund der Zauberberg. Was will man mehr.
Zu einer Radltour der besonderen Art hat der Mountainbike-Verein eingeladen. Erlebnisstationen: Westerholt mit Führung durch das alte Dorf, Schloss Berge, Arena AufSchalke mit einem (durch uns selber) improvisierten Biergarten, Besichtigung der Arena, weiter über Resse durch den Emscherbruch zu den Halden, zum Zauberberg und dann zurück zum Startpunkt am Schlosspark. Über 30 sind mitgeradelt und sind beim nächsten Mal wieder dabei. Natürlich auch beim abendlichen Grillfest bei den Güldens.

Otto Lerchenmüller
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