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von Otto Lerchenmüller, Herausgeber
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Otto Lerchenmüller
Herausgeber
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist üblich, dass jemand, der ein neues Amt antritt, eine neue Position übernimmt, 100 Tage Schonfrist hat. Zeit zum Eingewöhnen, Strukturen zu ändern, Duftmarken zu setzen, Weichen zu stellen. Ab dem 101. Tag heißt es Feuer frei, dann darf man hinterfragen, beurteilen, urteilen. Auch in Herten. So auch bei Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. Und viele, nicht nur die örtlichen Zeitungen, haben eine erste Bilanz gezogen. Auch viele, die damals bei der Kandidaten-Diskussion im Glashaus dabei waren. Vor einem Jahr. Veranstaltet von Herten erleben. Die dort formulierten Ziele und Versprechungen konnte und kann man in Herten erleben nachlesen, Ausgabe 6/2004. Schwarz auf weiß. Im Internet rund um die Uhr. Und wenn man sich erinnert und nachliest, kann man tatsächlich eine Art Zwischenurteil fällen. Parteiisch (was ich nicht sein will und auch nicht war) oder unparteiisch (soweit das überhaupt jemand kann). Was ich empfinde, höre und erlebe – und das ist eine Menge, wenn man viel und bewusst in Herten unterwegs ist –, kann man vor allem als positive Überraschung beschreiben.

Glückliche Gewinner:
Bürgermeister Dr. Uli Paetzel nach seinem Wahlsieg und während der Bürgersprechstunde, Klaus Postner mit Adrian Gülden bei der Preisübergabe auf dem Nikolaustreff.
  
Unter der Rubrik „versprochen – gehalten“: Die Position des Vereinsmanagers wurde geschaffen. Zuhören, eine kontinuierliche Sprechstunde, wurde eingerichtet. Fehler eingestehen, Entscheidungen und Beschlüsse kritisch hinterfragen und zum Teil neu überdenken. Auf Menschen zugehen, eine Jubiläumsveranstaltung am Sonntag selbst wahrnehmen, statt sie einfach an den dritten Bürgermeister zu delegieren. Und wenn es wirklich einmal „brennt“: Dann ist auch ein Termin drin im Rathaus, wo andere noch schlafen oder beim Frühstück sitzen. Ja, mich hat das alles sehr positiv beeindruckt. So wird Politik glaubhaft gelebt. Ein hoffnungsvoller Versuch. Wir sind alle gespannt auf die nächsten 300 Tage.

Für ein anderes Ereignis haben viele in Herten mit ihrem Urteil nicht erst 100 Tage gewartet.
Spontan hieß es: Der dreitägige Nikolaustreff am Anton war ein großer Erfolg. Dank all denen, die hier mitwirkten: Den Schülern, den Lehrern, den Vereinen, dem Kulturbüro, den Pfarrern für den ökumenischen Gottesdienst, dem Nikolaus, den Bäckern für die Stutenkerle, der Feuerwehr, der Kaufmannschaft, den Organisatoren und den Sponsoren. Vor allem auch denen, die die Anschaffung der neuen Verkaufshütten, ihren Auf- und Abbau und die Einlagerung ermöglicht haben. Und dem Fremdenverkehrsverband des Ultentals in Südtirol, in der Nähe von Bozen. Von hier kam die Spende des Hauptpreises des Nikolausrätsels. Eine Woche im Ultental für zwei Personen, Halbpension mit Skipass. Zu erraten war das Alter des Antoniusdenkmals an der Kranzplatte. Die glücklichen Gewinner: ein Langenbochumer Ehepaar. Die beiden genießen im Augenblick Schnee und Sonne im winterlichen Südtirol. Herzlichen Glückwunsch. Wir von Herten erleben werden uns auch in diesem Jahr bemühen, dass die Südtiroler wieder ihre Spendierhosen anziehen. Und vermuten, dass es wieder klappen wird.


Otto Lerchenmüller
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