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Titelseite
Freudenhaus für Leseratten
Editorial
von Otto Lerchenmüller, Herausgeber
Vorfreude aufs Fest
Gemeinsam Hand in Hand
Kompetent, engagiert und immer unter Strom
Erfolgsfrau Marlies Mathenia, Chefin der Hertener Stadtwerke
Blechdose mit Hightech
Sicherheitsroboter patrouilliert im Technologiepark
Piratensender in der Kirchturmspitze
Westerholt feiert 100 Jahre St. Martinus
Herbstwege
Unterm bunten Blätterdach
Neue Kleider zum Namenstag
Denkmal des Heiligen Antonius zum Festtag gerüstet
Der Blaue Turm: Weltweite Nachfrage
Lizenzen nach Japan und Mexiko verkauft
Frischer Wind für eine gute Idee
Förderverein für Mountainbike-Zentrum AufEwald gegründet
Auf Tuchfühlung mit dem eigenen Körper
VollPur: Wellness-Projekt für Jugendliche
Sonntags mit Zange und Besen
Hermann Röhrig ist der Saubermann der Innenstadt
Straßenkicker ganz oben
Wie der Bundesliga-Skandal im Hallenbad seinen Anfang nahm
Zweimal Currywurst, bitte!
Das Geheimnis liegt in der Soße
Blau-weißes Blut in den Adern
Winfried Kunert beim Torschuss-Spiel in der Arena AufSchalke
Mitten in der Stadt
Großputz und eine erstaunliche Reise
Das Team ist …
Im Haus der Kulturen ziehen alle an einem Strang
Warum der Rückenschwimmer beißen kann
Natur mit allen Sinnen am Paschenberg erleben
Wer im Glashaus sitzt …
… sollte einen Bibliotheksausweis dabei haben
Software-Schmiede auf Erfolgskurs
Prosoz Herten Partner von über 1.500 Gemeinden
Historisch verwurzelt – offen für die Zukunft
Geschichtskreis „Zeche Ewald“ im Bürgerhaus-Süd
Geschichten und Geschichte
Bauten, Wappen, Zechensterben
Gläsernes Meisterstück
Denkmalgeschützes Jugendstilfenster an der Ewaldstraße
Perfekte Welt im Maßstap 1 zu 87
Dieter Halscheid erfüllt Kinderträume
Was liegt unterm Weihnachtsbaum
Beliebte Geschenkideen aus Herten
In der Weihnachtsbäckerei …
… gibt’s so manches duftende Geheimnis
Terminkalender
Von Glühwein, Weihnachtsliedern und Kleinkunst
Wagen 4, bitte melden
Chris Jasinski über das goldene „M“ und Enthüllungsjournalisten
Ideen in Hülle und Fülle
Ursula Köller engagiert sich in vielen Bereichen
Rätseln Sie mit, gewinnen Sie 50 Euro
Mitdenken und Mitraten
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Otto Lerchenmüller
Herausgeber

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Bahnhof „Lange Bank“. Ausruhen, auf den Zug warten, überwältigende Eindrücke verarbeiten. Nur das Zirpen der Grillen, alle halbe Stunde ein unsäglich lautes Rattern eines vorbauschnaufende Transportzuges. Dann wieder fast Totenstille. Erschöpfte Männer mit schwarzem Gesicht, und eine Frau. Sie noch recht munter und immer wieder ein Gespräch suchend. Fragen stellen. Angst? Nein. Wir sind ja schon wieder fast oben. Unsere beiden Begleiter erzählen aus ihrem Leben. Keiner steigt so richtig drauf ein. Sie erzählten wie es früher war. Und über das Ende. Wie lange hier noch malocht wird, weiß keiner so richtig. Der besondere Bahnhof liegt 800 Meter unter Tage. Wir sind beim Wiederaufstieg vom tiefs-ten Punkt unserer Untertagereise, kommen von dort, wo die Kohle abgebaut wird, 1.200 Meter im Erdinneren. Da waren wir wirklich. 50 Grad warm oder heiß, wie man will. Durch Wasserpfützen und Schlamm watend, gelangten wir zu den Bergleuten ganz da unten, ganz vorne, am Ende des Flözes. Hollenlärm, staubig, nichts zu verstehen. Laute, schrille Sirenentöne, die hört man. Und die Kohlenfräse und das Förderband. Hat an diesem Tag nicht so richtig funktioniert. Bleibt immer wieder stehen. „Wohl überladen“, hören wir zufällig aus einem Lautsprecher. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich so tief unten, fast in der Hölle, auf einer Zeche, wo Kohle abgebaut wird. Auf dem Bergwerk Westerholt. Eingefahren in Polsum.

Dreckig, müde, aber um ein unvergessliches Erlebnis reicher:
Nach dem Besuch unter Tage auf dem Bergwerk Westerholt.
  

Mein wichtigster Eindruck von dieser Untertagereise: Große Hochachtung vor den Männern, die dort unten malochen. Ich habe viel gesehen, gelernt und verstehe Hertener
Geschichte und Traditionen jetzt besser, beurteile anders. Und ich habe ein Gefühl bekommen für den Gruß, der uns immer wieder entgegen kam und den wir all denen zuriefen – fast schon befreiend –, denen wir da unten begegneten: „Glück Auf“. Ich war froh, als ich wieder am Tageslicht war. Fertig war ich, kohlenstaubverschmiert, müde. Obwohl ich da unten nicht mal gearbeitet habe. Ich habe nur erlebt. In der nächsten Ausgabe von Herten erleben gibt’s über diese Untertagereise eine extra Geschichte. Muss es geben!

Der Vorstand des „Förderverein Europäisches Mountainbike-Zentrum in NRW“.
   

Es gab natürlich noch viele andere spannende Begegnungen und Geschichten, die ich in den letzten Wochen erleben durfte. In meiner zweiten Heimat. Die Renovierung unseres Hl. Antons auf der Kranzplatte, dem Schutzpatron der Pfarrkirche. Oder die Gründung des Mountainbike-Fördervereins. Ich hatte so nebenbei diesen Vorschlag gemacht. Jetzt bin ich der Vorsitzende. Und ständig auf Werbefeldzug für Neumitglieder. Doch diese Geschichten stehen weiter hinten im Heft. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen wie immer


Otto Lerchenmüller
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