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Otto Lerchenmüller
Herausgeber
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir, das Redaktions-Team, waren gespannt wie ein Flitzebogen, als die erste Ausgabe von Herten erleben im vergangenen November erschien. Wie werden wohl die Hertener reagieren, wird das Magazin ankommen, wird es ihnen gefallen? Wie reagiert die Presse? Wie reagieren mögliche Anzeigenkunden? Wir bauten unseren kleinen Herten erleben-Informationsstand auf, sprachen die Menschen, die vorbeikamen, direkt an, gaben ihnen ein Heft mit. Am Markt, vor dem Glashaus, in Disteln und Scherlebeck... Wir verteilten das Magazin an Geschäfte, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, Vereine. Herten erleben lag im Copa aus, in der Stadtbibliothek, im Rathaus, im Krankenhaus, in Schulen eben überall dort, wo sich viele Menschen treffen. Knapp 20.000 Exemplare haben wir so verteilt.
Und von wenigen Ausnahmen abgesehen war das Echo überaus positiv. Wir starteten gleichzeitig eine schriftliche Umfrage. Fast 50 Prozent der ausgegebenen Fragebögen kamen zurück. Eine überdurchschnittliche Quote. Die Leserinnen und Leser hatten Herten erleben gelesen, haben die Heftgestaltung gelobt und viele, viele Themen-Vorschläge geschickt. 98 Prozent der Antworten auf die Frage Wie hat Ihnen Herten erleben gefallen lauteten sehr gut und gut. Diese Zustimmung ist für uns großer Ansporn. Und die Leservorschläge werden wir wo immer es geht aufgreifen. Schon in dieser Ausgabe.
In der Zwischenzeit habe ich viele Gespräche geführt, auf der Suche nach Geschichten und natürlich auch auf der Suche nach Sponsoren, Anzeigenkunden, Kooperations- und Themenpartnern. Denn das Magazin wird nicht mit Geldern aus dem städtischen Haushalt bezahlt, wie der eine oder andere glaubte.
Spannende Gespräche: mit Geschäftsleuten und Firmenchefs, den Pfarrern, Menschen, die in sozialen Einrichtungen ehrenamtlich arbeiten, mit Lehrern und Schülern (Sie könnten über unsere Bedürfnissee ruhig auch mal berichten das ist ja eher ein Magazin für Erwachsene, aber wir leben auch in Herten.), den Vertretern der griechischen Gemeinde in Herten und ihrem Bischof, den Bauern in Scherlebeck, dem Chef der Caritas und der Arbeiterwohlfahrt, Mitarbeitern in Sportvereinen, Vertretern der Gewerkschaften und mit mittelständischen Unternehmern. Alle wollen sich in irgend- einer Form einbringen, mitmachen und künftig Herten erleben mit Vorschlägen unterstützen oder gar für ihre Werbe-Botschaft nutzen.
Spannend und aufregend war für mich eine Begegnung im Dezember. Unser Bürgermeister Klaus Bechtel und die Chefin der Hertener Stadtwerke, Marlies Mathenia, hatten im Dezember eine Leseaktion unter anderem an Hertener Schulen initiiert.
Journalisten, aber auch viele andere Hertener haben eine Lesestunde übernommen. Mein Leseort war die Grundschule In der Feige. Ich las aus dem Kinderbuch Der Blaue Turm und erzählte, wo ich herkomme und was ich so alles mache. Das Blaue-Turm-Märchen gab natürlich auch viel Gesprächsstoff, denn viele Kinder kannten den richtigen Blauen Turm, der im Hertener Süden steht. Das Märchen ist also gar kein Märchen sondern Wirklichkeit, kam sofort von Seiten der Kinder. Kurz bevor ich mich nach einer Stunde von den über dreißig Kindern verabschiedete, meldete sich ein aufgeweckter türkischer Junge (leider habe ich seinen Namen vergessen) und meinte: Sie heißen Lerchenmüller eigentlich müssten Sie nach dieser Lesestunde Märchenmüller heißen.
Ein pfiffiges Wortspiel, das seitdem nicht nur in der Redaktion die Runde macht. Die Lehrer und Schüler haben mich gefragt, ob ich mal wieder zu einer Lesestunde komme. Gerne und dann lese ich vielleicht schon aus einem neuen Buch, Die Kinder Auf Ewald, meine Lieblingsgeschichte. Märchen oder Wirklichkeit? Herten erleben wird berichten.

Otto Lerchenmüller
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